Masterstudiengang / Universitätslehrgang

Inklusion und Transformation in Organisationen

Ausgehend von einem weiten Inklusionsverständnis müssen verschiedene Dimensionen von Diversität (i.e. Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft, Behinderung, sexuelle Orientierung oder Weltanschauungen) berücksichtigt werden. Transformation stellt im Gegensatz zu „Change“ eine Abkehr vom ­Optimieren bestehender Organisationen und Strukturen dar. Vielmehr geht es darum, Inklusion und nachhaltige resiliente Gemeinschaften als Zukunftsprojekte zu denken und zu gestalten.

Von Menschen in Führungsverantwortung wird verlangt, dass sie sowohl klassische Konzepte und Methoden des Sozialmanagements beherrschen als auch diese neu und kreativ denken und gestalten können. Der interdisziplinäre Studiengang richtet sich an Absolvent*innen unterschiedlicher sozial-, human-, erziehungs- und wirtschaftswissenschaftlicher Bachelor- oder Diplomstudien, die bereits eine begleitende, koordinierende oder leitende Funktion innehaben oder eine solche anstreben. Das Studium ist aber auch für QuereinsteigerInnen gedacht bzw. für Personen, die in ihrem Tätigkeitsfeld bislang das Thema Inklusion nur gestreift haben und hierbei entweder Synergien herstellen und/oder sich beruflich neu orientieren wollen. Besonders wichtig ist uns hierbei, dass sowohl die Studierendenschaft als auch die Lehrenden die Diversität des Feldes widerspiegeln. Das betrifft z.B. auch ganz explizit Menschen mit Behinderungserfahrung. Der Studiengang ist im deutschsprachigen Raum einzigartig.

Dauer: 4 Semester
Organisationsform: berufsbegleitend
Studienplätze: 30
Studienstart: Sommersemester 2022: 
Der Einstieg ist laufend möglich (Studieneinstieg)

Wintersemester 2022/23: Bewerbungsfrist 15. Juli 2022
Nächste Aufnahmegespräche: Ende Juni 2022

Studienvarianten

Das Ausbildungsangebot gibt es in zwei Varianten: ergänzend zum Universitätslehrgang können Sie den weiterführenden Masterstudiengang besuchen und mit einem Master of Arts abschließen.

Universitätslehrgang

Facts

Abschluss: Akademische*r Expert*in für Inklusion und Transformation
ECTS: 60
Blended Learning:

 
E-Learning: ein Großteil des Studiums erfolgt flexibel von zu Hause am eCampus

face-to-face: etwa 6
Präsenztage pro Semester vor Ort in St. Pölten ; primär an Freitagen und Samstagen
Termine lt. Semesterplan
Studiengebühr: € 315,- monatlich oder € 1.890,- pro Semester;zzgl. ÖH-Beitrag (derzeit € 21,20 pro Semester)
 


Der interdisziplinäre Universitätslehrgang richtet sich an Personen, die im sozialen Bereich tätig sind und bereits eine begleitende, koordinierende oder leitende Funktion innehaben oder eine solche anstreben.

Masterstudiengang

Facts

Abschluss: Master of Arts (MA)
ECTS:  120
Zeitaufwand:

 
E-Learning: ein Großteil des Studiums erfolgt flexibel von zu Hause am eCampus
&  
face-to-face: etwa 12 
Präsenztage pro Semester vor Ort in St. Pölten primär an Freitagen und Samstagen
Termine lt. Semesterplan
Studiengebühr: € 485,- monatlich oder € 2.910,- pro Semester, zzgl. ÖH-Beitrag (derzeit € 21,20 pro Semester)
Nutzen Sie die Möglichkeiten eines Starter Stipendiums


Der interdisziplinäre Studiengang richtet sich an Absolvent*innen unterschiedlicher sozial-, human-, erziehungs- und wirtschaftswissenschaftlicher Bachelor- oder Diplomstudien, die bereits eine begleitende, koordinierende oder leitende Funktion innehaben oder eine solche anstreben.

Symbolbild
Online-Infotermin

Lernen Sie das Team des Bereichs Pädagogik persönlich kennen. Studienprogrammleiter Dr. Oliver Koenig informiert Sie gerne unverbindlich und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Inklusion und Management
Studieninhalte

Das Studium befähigt dazu, Varianten inklusiver Zukünfte zu kreieren, Innovationsprozesse einzuleiten und dabei die notwendigen Bedingungen für gelingende Transformationen zu schaffen. Der Aufbau orientiert sich am Modell der „Drei Horizonte“.

Spätestens seit der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ist viel von einem inklusiven Unterstützungssystems für Menschen mit Behinderung die Rede. Wie aber kann die Weiterentwicklung hin zu einem Inklusion ermöglichenden Systems gelingen?

Focus > Behindertenarbeit

Tatsächlich ist dieser Umbau bis lang weniger konsequent vollzogen worden. Einzelne innovative Erweiterungen kennzeichnen dieses System in den letzten Jahren. Dennoch ist dieses Feld nach wie vor von einer Beharrlichkeit institutioneller Strukturen gekennzeichnet. Diese drückt sich unter anderem in einem nach wie vor stark an individuellen Defiziten orientierten Fördersystem sowie einem anhaltenden paternalistischen Denken aus. COVID hat die Anfälligkeit und Vulnerabilität des Unterstützungssystems selbst sowie die Notwendigkeit einer konsequenten De-Institutionalisierung deutlich gemacht. Damit Menschen nicht nur von einem System in das nächste verschoben werden, ist es notwendig, dass sämtliche Fragen der Weiterentwicklung dieses Feldes gemeinsam mit Menschen mit Behinderungserfahrungen bearbeitet werden. Die Weiterentwicklung hin zu an den individuellen Bedarfen von Menschen orientierten Unterstützungssystemen verlangt Innovationen und Musterwechsel an vielfältigen miteinander eng verwobenen Ebenen. Dies setzt nicht nur ein neues Wissen über alternative Formen der Begleitung und Unterstützung, sondern vor allem auch neue Formen des Lernens für Menschen aber auch für Organisationen voraus.

 

Inklusive Schulentwicklung ist mehr als nur die Integration bestimmter marginalisierter Gruppen. Wie kann man Schule neu gestalten, so dass sie sich an den Bedarfen und Begabungen aller orientiert?

Focus > Bildungsbereich

An der Qualität von Schule, Bildung und Hochschulen ermisst sich die Zukunft unserer Gesellschaft. Inklusion im Bildungsbereich umzusetzen, verlangt natürlich auch die Veränderung der politischen Rahmenbedingungen. Genauso entscheidend ist aber auch die Fähigkeit, Systeme von innen heraus neu zu gestalten. Inklusive Schulentwicklung ist mehr als nur die Integration bestimmter marginalisierter Gruppen. Sie steht im Zentrum eines neuen Lernens, das sich an den Bedürfnissen und Begabungen ALLER orientiert. Wie gut es uns gelingen wird, die heranwachsende Generation zur Meisterung der vielfältigen Herausforderungen der Zukunft zu befähigen, wird auch davon abhängen, ob wir es schaffen, Schulen zu Orten eines neuen Miteinanders zu gestalten, an denen Menschen lernen, wie sie trotz oder wegen Unterschieden gut miteinander zusammenleben können.

Technische Entwicklungen versprechen neue Möglichkeiten in der Pflege, doch drohen die Gefahren einer weiteren Reduzierung des Themas Alters auf das Kompensieren verlorengeganger Fähigkeiten. Wie denken wir Systeme, die ein Altern in Würde, sowie das Aufrechterhalten von Beziehungen ermöglichen?

Focus > Pflege

Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass nicht über die große Herausforderung gesprochen wird, die Zukunft der Pflege und Unterstützung von älteren Menschen auf neue Beine zu stellen. Mit diesem Thema geht die Frage einher – in was für einem System möchte ich selbst einmal unterstützt werden, sollte ich Pflege benötigen – folglich sind wir alle davon betroffen. Ebenso stellen sich Fragen nach der Ausgestaltung und Finanzierung innovativer Systeme, in welchen Menschen die Pflege benötigen nicht mehr einseitig auf ihre körperlichen Bedürfnisse reduziert werden. Auch hier hat die COVID-Pandemie eine Vielzahl an strukturellen Schwächen aufgezeigt. Technische Entwicklungen versprechen neue Möglichkeiten der Aktivierung und Versorgung. Allerdings droht auch hier die Gefahr doch das Thema Alter einseitig auf das Kompensieren verlorengegangener Fähigkeiten zu reduzieren. Wie müssten Systeme gestaltet sein, die ein Altern in Würde, die Fortführung bedeutsamer kultureller Praktiken sowie das Aufrechterhalten von Beziehungen ermöglichen, ohne weiter einseitig die Strukturen prekärer – meist weiblicher – Care Arbeit zu reproduzieren? All dies sind zentrale Zukunftsfragen, die es auch im Pflegekontext unter dem Leitmotiv der Inklusion weiter zu denken und zu gestalten gilt.

Inklusiv zu denken und zu handeln bedeutet in der Sozialen Arbeit wiederum keine Engführung auf einzelne Personengruppen. Wie schaffen wir es soziale Räume zu gestalten, die dem unterschiedlichen Bedarf der dort lebenden Menschen gerecht werden?

Focus > Soziale Arbeit

Inklusion betrifft alle Menschen. Sie zielt vor allem auf eine Verbesserung der Teilhabe und Gestaltungsmöglichkeiten jener, die aufgrund des Zusammenspiels vieler Faktoren von Marginalisierung und Ausgrenzung betroffen sind. Ihnen droht der Verlust gesellschaftlich geteilter Lebensziele auf mehreren Ebenen. Soziale Arbeit ist historisch der in den Alltag und die Lebenswelten von Menschen hinein verlängerte Arm des Sozialstaats und des Versprechens sozialer Sicherheit: Niemand soll zurückgelassen werden; allen wird ein Mindestmaß gesellschaftlicher Existenz garantiert. Arbeitsfelder und Praxiskonzepte der Sozialen Arbeit reagieren häufig auf „soziale Probleme“ und schöpfen dabei ihr gestalterisches, transformatives Potential nicht aus. Inklusiv zu denken und zu handeln bedeutet hier, eine Engführung auf einzelne, aktuell als „problematisch“ oder problembeladene betrachtete Personen und Gruppen zu überschreiten und die Handlungsansätze visionär auszurichten.

Wie können Unternehmen den Zusammenhang zwischen der nach außen getragenen gesellschaftspolitischen Mission und der eigenen Ausrichtung und Unternehmenskultur nach innen herstellen?

Focus > Social Entrepreneurship und Beratung

Eine neue Generation an Führungskräften versucht mittels innovativer Geschäfts- und Organisationsmodelle neue Problemlösungsansätze für soziale sowie ökologische Herausforderungen zu finden und zu gestalten. Viele sehen in Social Enterprises ein Bindeglied oder Missing Link zwischen dem Non-For-Profit- und dem Profit-Sektor, mit dem Potential, dass von ihnen Wirkungen in beide Felder ausstrahlen. Gerade für Social Enterprises stellen sich in besonderem Maße Fragen nach passenden Organisations- und Führungsmodellen. Mitarbeiter*innen und Führungskräfte in Social Enterprises sowie Personen, die ihre eigenen Ideen zur Gründung derartiger Unternehmen fundiert weiterentwickeln wollen, bietet der Studiengang ein vielseitiges Fundament in Theorie und Praxis zur Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Ideen und Innovationsvorhaben.

Das zeichnet das Studium „Inklusion und Transformation in Organisationen" an der Bertha von Suttner Privatuniversität aus:

  • individuelle Betreuung und Mentoring
  • berufsfreundliche Studienorganisation (geblockte Präsenztermine, Blended Learning)
  • moderne Didaktik
  • vielfältige Kooperationen mit Initiativen und dem künftigen Berufsfeld
  • berufsnahe Ausbildung auf akademischem Niveau

Karrierechancen  Vortragende

 

Hier finden Sie hilfreiche Informationen rund um die Bewerbung an der Bertha von Suttner Privatuniversität:

Portrait Anita Osmancevic
Einzigartig, zukunftsorientiert und vielfältig

Die Nähe zum Praxisfeld und der stets wertschätzende, vielfältig bereichernde Austausch mit Kolleg*innen und Lehrenden machen ein Studium an der Suttneruni einfach außergewöhnlich. 

Anita Osmancevic, Studentin an der Suttneruni

Portrait Anna Pritz
Flexibel und praxisnah

Das Studium ist so flexibel, wie ich es für meine volle Berufstätigkeit brauche. Die Vereinbarkeit mit dem Beruf funktioniert für mich, weil auf organisatorischer Ebner langfristig klar ist, was wann zu tun ist. Auf inhaltlicher Ebene greifen die Inhalte direkt in meine Arbeitsinhalte ein und bereichern so laufend meine Professionalität.

Anna Pritz, Studentin an der Suttneruni

Kontakt
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Mag. Margot Bacher, BA
Interessent*innen- und Studierendenbetreuung
+43 676 847 22 88 06