Studieninhalte

Bachelorstudiengang Psychosoziale Interventionen

Studieninhalte

Das Curriculum beinhaltet das psychotherapeutische Propädeutikum als Fundament der Psychotherapieausbildung. Einen besonderen Schwerpunkt bildet zudem der Erwerb von Basiskenntnissen in einer individuell gewählten psychosozialen Interventionsform. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Erwerb von Wissenschafts- und Forschungskompetenzen.

Der grundständige Bachelorstudiengang ruht damit auf den 3 Säulen:

  • Einführung in die psychotherapeutischen Grundlagen 
  • Wissenschaftliche Ausbildung
  • Vertiefung in einer psychosozialen Interventionsform

Praktika


Im Rahmen des Bachelors gilt es, zwei Praktika in anerkannten Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens zu absolvieren. Hier sammeln die Studierenden persönliche Erfahrungen in der Kommunikation mit Personen mit kognitiven, psychischen oder mehrfachen Beeinträchtigungen. So wird Theorie mit dem praktischen Lernen verknüpft. 

  • Das Praktikum im Rahmen des Propädeutikums umfasst ein Ausmaß von 480 Stunden.
  • Für das Fachspezifikum (bei einem Kooperationspartner) ist ein Praktikum im Ausmaß von 550 Stunden zu absolvieren; davon 150 Stunden in einem klinischen Setting.
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Vertiefung: Fachspezifikum Teil 1

In der Regel wird ein psychotherapeutisches Fachspezifikum bei einer kooperierenden Ausbildungseinrichtung absolviert. Dieses dient zur Vorbereitung auf das konsekutive Masterstudium Psychotherapie und wird dann (Teil 2) fortgeführt.

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Vertiefung: Grundlagen Supervision und Coaching

Alternativ zum psychotherapeutischen Fachspezifikum kann auch die Vertiefungsrichtung Grundlagen Supervision und Coaching gewählt werden.

Abschluss 


Das Studium wird mit Komplettierung der einzelnen Module und einer Bachelorarbeit abgeschlossen. Absolvent*innen besitzen damit nachweislich die Fähigkeit, komplexe human- und naturwissenschaftlich relevante Fragestellungen aus der Interventionsarbeit zu analysieren, auszuarbeiten und zu bewerten und mit Kriterien professioneller Handlungskompetenzen verknüpfen.

Modulbeschreibungen

Studienbereich Propädeutikum

Grundlagen und Grenzbereiche der Psychotherapie

1IA11: Einführung in Problemgeschichte und Entwickung psychotherapeutischer Grundrichtungen: tiefenpsychologische Schulen

3 ECTS / 2 SWS

Die Lehrveranstaltung gibt einen Überblick über metatheoretische Annahmen, explikative Konzepte und praxeologische Vorgehensweisen psychotherapeutischer Schulen (schwerpunktmäßig tiefenpsychologische Ansätze). Die Problem- und Entwicklungsgeschichte unterschiedlicher Ansätze sowie die Zusammenhänge mit den jeweiligen gesellschaftlich-sozialen Rahmungen werden ebenso dargelegt, wie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen psychotherapeutischen Schulen und Grundorientierungen.

1IA12: Einführung in Problemgeschichte und Entwicklung psychotherapeutischer Grundrichtungen: humanistisch-existentialistische Schulen

3 ECTS / 2 SWS

Die Lehrveranstaltung gibt einen Überblick über metatheoretische Annahmen, explikative Konzepte und praxeologische Vorgehensweisen psychotherapeutischer Schulen (schwerpunktmäßig humanistische Ansätze). Die Problem- und Entwicklungsgeschichte unterschiedlicher Ansätze sowie die Zusammenhänge mit den jeweiligen gesellschaftlich-sozialen Rahmungen werden ebenso dargelegt, wie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen psychotherapeutischen Schulen und Grundorientierungen.

1IA13: Einführung in Problemgeschichte und Entwicklung psychotherapeutischer Grundrichtungen: lerntheoretische Schulen

5 ECTS / 2 SWS

Die Lehrveranstaltung vermittelt vertiefende Einblicke in metatheoretische Annahmen, explikative Konzepte und praxeologische Vorgehensweisen psychotherapeutischer Schulen (schwerpunktmäßig lerntheoretische und systemische Ansätze). Zusammenhänge in der Entwicklung psychotherapeutischer Schulen mit gesellschaftlich-sozialen Entwicklungen werden analysiert und systematisiert. Spezifische Problemlagen psychotherapeutischer Schulen werden diskutiert.

 

IA14: Einführung in Problemgeschichte und Entwicklung psychotherapeutischer Grundrichtungen: lerntheoretische Schulen

3 ECTS / 2 SWS

Die Lehrveranstaltung vermittelt vertiefende Einblicke in metatheoretische Annahmen, explikative Konzepte und praxeologische Vorgehensweisen psychotherapeutischer Schulen (schwerpunktmäßig lerntheoretische und systemische Ansätze). Zusammenhänge in der Entwicklung psychotherapeutischer Schulen mit gesellschaftlich-sozialen Entwicklungen werden analysiert und systematisiert. Spezifische Problemlagen psychotherapeutischer Schulen werden diskutiert.

1IA2: Persönlichkeitstheorien

3 ECTS / 2 SWS

In diesem Modul werden, entlang historischer und gesellschaftlicher Entwicklungslinien, unterschiedliche Persönlichkeitstheorien sowie deren zugrundeliegendes Menschenbild vorgestellt und den jeweiligen psychotherapeutischen Grundorientierungen zugeordnet. Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitstheorien und psychotherapeutischen Haltungen und Handlungen werden aufgezeigt und diskutiert. Ziel ist es unter anderem, anwendungsorientierte Perspektiven zur Dekonstruktion persönlichkeitstheoretischer Annahmen zu erlangen.

Vorbereitend werden ausgewählte Literaturstellen zu unterschiedlichen Persönlichkeitstheorien und den dazugehörenden Menschenbildern als E-Learning-Aufgabe zur Verfügung gestellt und in der Präsenzphase analysiert und diskutiert.

Im Anschluss an die Präsenzphase wird durch experimentelle und erfahrungsorientierte Aufgabenstellungen („Gestalten Sie Alltagsbegegnungen abwechselnd mit Grundannahmen unterschiedlicher Persönlichkeitstheorien und Menschenbilder“) erworbenes Theoriewissen erfahrbar gemacht und im Onlineforum des Studiengangs gemeinsam diskutiert sowie kritisch reflektiert.

1IA31: Einführung in die Psychologie: Allgemeine Psychologie

3 ECTS / 2 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden theoretische und methodische Grundlagen der Allgemeinen Psychologie (zu den Themenbereichen Wahrnehmung, Bewusstsein, Denken, Urteilen, Kognition, Informationsverarbeitung, Sprache, Handeln, Sensomotorik, Emotion, Motivation, Lernen, Gedächtnis und Wissen) vorgestellt.

Studierende erlangen dadurch ein Verständnis für die Methodenvielfalt der Allgemeinen Psychologie werden mit ausgewählten empirischen Ergebnissen vertraut gemacht.

1IA32: Einführung in die Psychologie: Entwicklungspsychologie

3 ECTS / 2 SWS

Den Schwerpunkt bildet die Vermittlung von entwicklungspsychologischen Grundlagen (Beschreiben von Erleben und Verhalten über die gesamte Lebensspanne als benigne und maligne Entwicklungsverläufe; Theorien zur Entwicklung sozialer, emotionaler, kognitiver und moralischer Kompetenzen, zu Selbstkonzepten, Identitäten und Geschlechterrollen). Normative Theorien und einschränkende Phasenmodelle werden kritisch diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt wird daraufgelegt, entwicklungspsychologisches Wissen auf konkrete Anwendungskontexte im Bereich der Psychotherapie zu übertragen.

2IA4: Rehabilitation und Inklusive Pädagogik

3 ECTS / 2 SWS

In diesem Modul werden ausgewählte Theorien, Methoden und Forschungsergebnisse der Sonder- und Heilpädagogik sowie der Rehabilitation, inkl. der dazugehörigen medizinischen Grundlagen, vermittelt. Heilpädagogische Interventionen sowie Konzepte von Entwicklungsbegleitung und Inklusion werden vorgestellt und im Kontext psychotherapeutischer Praxeologie diskursiv reflektiert. Konzeption, Durchführung und Dokumentation heil- und sonderpädagogischen Handelns werden entlang von Fallvignetten anschaulich gemacht und konkretisiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung innerpsychischer und sozialer Konsequenzen von verschiedenen Formen der Beeinträchtigung.

3IA5: Psychotherapeutische und psychologische Diagnostik und Begutachtung

6 ECTS / 4 SWS

Diese Lehrveranstaltung vermittelt eine Einführung in die methodischen und praktischen Grundlagen der psychotherapeutischen und psychologischen Diagnostik sowie von klinisch-psychologischen Gutachten. Es werden Ziele, Anwendungsbereiche sowie Vorgehensweisen der psychotherapeutischen und psychologischen Diagnostik erläutert, ausgewählte psychodiagnostische Verfahren vorgestellt und z.T. im Selbsttest ausprobiert. Grundkenntnisse zur Interpretation einzelner Verfahren werden anhand konkreter Beispiele vermittelt. Die Kommunikation mit Klientinnen und Klienten, die Ergebnisse einer psychologischen Testung in die psychotherapeutische Behandlung mit einzubringen, wird praktisch geübt.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede einer psychologischen und einer psychotherapeutischen Diagnostik werden benannt und Funktionen, Ziele und spezielle Erhebungsinstrumente einer schulenspezifisch-psychotherapeutischen Diagnostik vorgestellt.

3IA6: Psychosoziale Interventionsformen

6 ECTS / 4 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden grundlegende Interventionsstrategien psychosozialer Praxis vorgestellt und eingeübt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Zielgruppen, die sich in einem inhaltlichen Nahverhältnis zum psychotherapeutischen Feld befinden (z. B. Familienberatung, Sexualberatung, Drogenberatung, Krisenintervention etc.). Modelle und theoretische Grundlagen psychosozialer Beratung werden analysiert und auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf Psychotherapie untersucht. Zudem werden „Best-Practice-Modelle“ verschiedener psychosozialer Einrichtungen vorgestellt, Rahmenbedingungen analysiert und praktische Umsetzungsvarianten genauer betrachtet. Geplant sind ggfs. Exkursionen in ausgewählte Einrichtungen, die präventiv, beratend oder nachsorgend arbeiten.

Modulbereich Grundlagen der Somatologie und der Medizin

1IB1: Medizinische Terminologie

3 ECTS / 2 SWS

Die Lehrveranstaltung vermittelt den Studierenden einen Überblick über die Geschichte der Medizin als Heilberuf und bietet eine Einführung in die medizinische Fachsprache. Medizinische Fächer und Spezialisierungen werden beschrieben, bio-psycho-soziale Ansätze vorgestellt und auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Medizin und Psychotherapie hin untersucht. Die Studierenden üben interdisziplinäre Dialoge ein.

In einer nachfolgenden E-Learning-Phase „übersetzen“ Studierende anonymisierte Arztbriefe und diskutieren diese in dem dafür vorgesehenen Forum der E-Learning-Plattform.

2IB21: Kinder- und Jugendpsychotherapie

3 ECTS / 2 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden metatheoretische Grundlagen und realexplikative Theorien (u. a. Krankheits- und Gesundheitslehre) sowie ausgewählte Interventionsformen der Kinder- und Jugendpsychiatrie vorgestellt. Institutionelle Rahmenbedingungen werden ebenso reflektiert wie Gemeinsamkeiten und Unterschiede von psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungsstrategien in diesen Tätigkeitsbereichen.

2IB22: Psychiatrie und Psychopathologie

6 ECTS / 4 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden relevante psychopathologische Grundkenntnisse vermittelt. Die wichtigsten psychiatrischen Krankheitsbilder werden entlang ausgewählter Kasuistiken vorgestellt. Unterschiedliche Konzepte der Psychopathologie werden erörtert. Es wird dargelegt und eingeübt, wie ein psychopathologischen Status erhoben wird und welche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten dabei zur Verfügung stehen. Möglichkeiten und Grenzen einer psychotherapeutischen Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen werden aufgezeigt und Kriterien für eine notwendige Überweisung benannt.

2IB23: Psychosomatik

1,5 ECTS / 1 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden Themenbereiche zur Psychosomatik aller Altersstufen vermittelt. Neben metatheoretischen Grundlagen werden realexplikative Theorien (u. a. Krankheits- und Gesundheitslehre) sowie – unter Bezugnahme auf einzelne Krankheitsbilder – ausgewählte Interventionen vorgestellt. Institutionelle Rahmenbedingungen der Psychosomatik werden ebenso reflektiert wie Gemeinsamkeiten und Unterschiede von psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungsstrategien in diesem Tätigkeitsbereich.

2IB24: Gerontopsychiatrie

1,5 ECTS / 2 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden zentrale Themenbereiche der Gerontopsychiatrie erarbeitet. Neben metatheoretischen Grundlagen werden realexplikative Theorien (u. a. Krankheits- und Gesundheitslehre) sowie entlang einzelner Krankheitsbilder ausgewählte Interventionen vorgestellt. Institutionelle Rahmenbedingungen werden ebenso reflektiert wie Gemeinsamkeiten und Unterschiede von psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungsstrategien in diesem Handlungsfeld.

2IB3: Psychopharmakologie

4 ECTS / 3 SWS

Das Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, nicht-ärztlichen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Wirkungen, Nebenwirkungen sowie Indikationen und Kontraindikationen wichtiger psychopharmakologischer Substanzgruppen (Antidepressiva, Neuroleptika, Phasenprophylaktika, Hypnotika, Tranquilizer, Antidementiva, Psychoaktive Substanzen) zu vermitteln. Neurobiologische Grundlagen werden ebenso gelehrt wie Therapieprinzipien bzw. alternative Strategien bei mangelndem Response. Auswirkungen einer parallelen Behandlungsstrategie von Psychotherapie und Psychopharmakologie werden reflektiert.

2IB4: Erste Hilfe in der psychotherapeutischen Praxis

2 ECTS / 1 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden Erste-Hilfe-Kompetenzen vermittelt, um bei akuten medizinischen Notfällen, die Patientinnen und Patienten in psychotherapeutischen Handlungsfeldern erleiden können, situationsadäquat reagieren zu können. Lebensrettende Sofortmaßnahmen, erstversorgende Maßnahmen bei Unfällen, bei Verletzungen, Kreislaufversagen, Hyperventilationen, epileptischen Anfällen, etc. werden eingeübt.

Grundlagen der Forschungs- und Wissenschaftsmethodik

2IC1: Forschungs- und Wissenschaftsmethodik I: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, Psychotherapiewissenschaften, Wissenschaftstheorie

3 ECTS / 2 SWS

Schwerpunkt dieser Lehrveranstaltung ist die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Techniken wissenschaftlichen Arbeitens sowie die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten werden vorgestellt und Schritt für Schritt eingeübt. Die Grundlagen und die Bedeutung der Wissenschaftstheorien für die Psychotherapiewissenschaften werden vermittelt sowie erkenntnistheoretische Positionen anhand konkreter Beispiele diskutiert.

In der E-Learningphase werden in vorbereiteten Texten Zitierfehler verbessert und systematisiert. Zu einer vorgegebenen Forschungsfrage wird eine Literaturrecherche durchgeführt und die Ergebnisse werden im Forum vorgestellt und diskutiert.

3IC2: Forschungs- und Wissenschaftsmethodik II: Quantitative und Qualitative Methoden

5 ECTS / 3 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden verschiedene Methodenansätze der Psychotherapieforschung sowie forschungsmethodische Kompetenzen vermittelt. Unterschiedliche Ansätze in der qualitativen Sozialforschung werden mit ihren jeweiligen theoretischen Annahmen, methodischen Verfahren und Anwendungsfeldern vorgestellt und diskutiert. Qualitative Erhebungsverfahren (Experteninterviews, narrative Interviews, etc.) und Auswertungsverfahren (Grundlagen der qualitativen Inhaltsanalyse, Grounded Theory, etc.) werden vorgestellt und praktisch erprobt. Grundlagen der quantitativen Forschungsmethoden werden vermittelt (statistische Datenanalyse, Validitäten, Fragebogenkonstruktion, etc.) und eingeübt. Anhand ausgewählter Studien werden Aufbau, Methodenansätze und Ergebnisse der Psychotherapieforschung diskutiert.

4ID1: Fragen der Ethik

5 ECTS / 3 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden zentrale Begriffe, methodische Ansätze und Instrumente vorgestellt, die zur Reflexion einer anwendungsorientierten Ethik dienen. Ausgangspunkt werden dabei Konstellationen und Fallbeispiele aus dem psychotherapeutischen Arbeitsfeld sein, die entlang des Berufskodex für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten diskutiert werden.

Die Studierenden erstellen in der E-Learningphase entlang vorgegebener Fallbeispiele selbstständig ethische Richtlinien und diskutieren diese.

Modulbereich Rahmenbedingungen für die Ausübung der Psychotherapie

3IE1: Rahmenbedingungen für die Ausübung der Psychotherapie I: Rechtliche Grundlagen

6 ECTS / 4 SWS

Die Lehrveranstaltung bietet einen Überblick über wesentliche Eckpunkte des österreichischen Gesundheitsrechts. Juristische Fachbegriffe und Argumentationslinien werden vorgestellt und erörtert. Den Schwerpunkt bilden die berufsrechtlichen Grundlagen für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten die entlang konkreter Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert werden. Themen sind hier u. a.: Inhalte des Berufskodex, Verschwiegenheit, Aufklärungspflicht, Dokumentationspflicht, Fortbildungspflicht, Beschränkung auf psychotherapeutische Arbeitsgebiete und Behandlungsmethoden mit ausreichenden Kenntnissen.

4IE2: Rahmenbedingungen für die Ausübung der Psychotherapie II: Psychosoziale und institutionelle Rahmenbedingungen

6 ECTS / 4 SWS

In dieser Lehrveranstaltung werden sozialpsychiatrische Versorgungs- sowie Gesundheits- und Sozialversicherungssysteme in Österreich vorgestellt. Die Organisation und Selbstverwaltung der Sozialversicherung werden den Studierenden ebenso nähergebracht wie die Grundlagen des Krankenanstaltenwesens, des Rehabilitationsmanagements, der Sozialhilfe und der Jugendwohlfahrt. Neben den rechtlichen und institutionellen Grundlagen wird besonders Wert auf Praxisbezug anhand konkreter Beispiele mit Bezügen zur Psychotherapie gelegt.

Modulbereich Selbsterfahrung, Praktikum und Supervision

1IF2, 2IF4, 3IF6: Selbsterfahrung

3 ECTS

Die Studierenden absolvieren 50 Einheiten Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung bei eingetragenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.

Ziel ist die Förderung der Selbstreflexion und Persönlichkeitsentwicklung sowie das Kennenlernen schulenspezifischer Methoden und Interventionen als Selbsterfahrung.

Die Selbsterfahrung im Propädeutikum dient für den/die Teilnehmer*in mehreren Zielen:

  • Die Selbsterfahrung dient insbesondere der Auseinandersetzung mit der eigenen Person.
  • Sie soll sich auf die Kernkompetenz der in Österreich anerkannten psychotherapeutischen Methode beziehen und dient dem Kennenlernen der psychotherapeutischen Methode in der eigenen biographischen Erfahrung.
1IF1, 2IF3, 3IF5, 4IF7: Praktikum im Rahmen des Propädeutikums

20 ECTS

Die Studierenden absolvieren mit 480 Einheiten ein Praktikum im Umgang mit verhaltensgestörten oder leidenden Personen in einer im psychosozialen Feld bestehenden Einrichtung des Gesundheits- oder Sozialwesens unter fachlicher Anleitung und Aufsicht des Leiters/der Leiterin dieser Einrichtung oder eines Stellvertreters/einer Stellvertreterin. Neben dem Leiter/der Leiterin müssen mindestens zwei fachlich qualifizierte Beschäftigte für die Arbeit mit leidenden oder verhaltensgestörten Personen in dieser Einrichtung tätig sein.

Das Praktikum dient nachstehenden Zielen:

  • Im Praktikum können normale und abweichende Erlebens-, und Verhaltensweisen und deren Entwicklung im Hinblick auf unterschiedliche Einflussfaktoren über die gesamte Lebensspanne kennen gelernt werden.
  • Es dient dazu, Kontakt mit KlientInnen, PatientInnen mit unterschiedlichen Störungsbildern zu haben.
  • Es können die Hauptmerkmale der unterschiedlichen psychischen Krankheiten im Umgang mit kranken und leidenden Menschen erfahren werden.
  • Im Wissen über übliche Interventionen können die eigene Kompetenz und auch die eigenen Grenzen erkannt werden, es können Rahmenbedingungen und die Regeln der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen wahrgenommen werden.
  • Darüber hinaus kann das eigene Handeln im Praktikum und der Einfluss persönlicher Motive reflektiert werden.

Das Praktikum dient weiter dazu, die Arbeitsweise der Einrichtung kennen zu lernen und nach Angabe der Einrichtung in psychotherapeutischer Haltung aktiv an der Betreuung teilzunehmen. Wesentlich ist es, in Beziehung mit den betreuten Personen zu treten und sich in einen persönlichen Kontakt mit ihnen einzulassen.

4IF8: Praktikumssupervision im Rahmen des Propädeutikums

1 ECTS

Die Studierenden absolvieren 20 Einheiten begleitende Teilnahme an einer Praktikumssupervision. Erfahrungen während des Praktikums werden ebenso reflektiert wie eigene Reaktionen im Umgang mit Klienten und Klientinnen sowie bestimmten institutionellen Rahmungen.

4IG1: Propädeutikum Abschlussprüfung

3 ECTS

Um das psychotherapeutische Propädeutikum abschließen zu können, ist es aufgrund der gesetzlichen Vorgaben erforderlich, eine Abschlussprüfung zu absolvieren. Die Abschlussprüfung wird in Form einer kommissionellen Prüfung (2 bis 3 PrüferInnen) abgehalten.

Um zur Prüfung antreten zu können, müssen alle Praxis- und Theorienhalte des Propädeutikums absolviert/positiv abgeschlossen sein (Theorie laut Curriculum, 480 Stunden Praktikum, 20 Stunden Supervision bezogen auf das Praktikum, 50 Stunden Selbsterfahrung).

Grundlage der Prüfung sind a) eine 5-seitige Reflexion der eigenen Tätigkeiten und Kontakte mit leidenden Menschen unter dem Aspekt persönlicher Erfahrungen, Entwicklungen und eventueller Veränderungen und b) die Inhalte eines Lehrbuchs, c) ein Prüfungsteil zu den rechtlichen Rahmenbedingungen der Psychotherapie. Der Gegenstand der Prüfung setzt sich demnach wie folgt zusammen:

  1. Reflexion: In der schriftlichen Abhandlung soll im Umfang von etwa 5 A4-Seiten dargestellt werden, welchen Einfluss die Inhalte des Propädeutikums auf die gegenwärtige und/oder künftige Tätigkeit haben bzw. welche sonstigen (persönlichen) Entwicklungen die Absolvierung des Propädeutikums in Gang gebracht/bewirkt hat (z. B. Präferenzen für künftige fachspezifische Ausbildung).
  2. Prüfungsstoff 1: Der Prüfungsstoff umfasst die Inhalte der Lehrveranstaltungen und die gesamte Pflichtlektüre aus den Modulbeschreibungen. Das Lehrbuch Hochgerner, M. (Hrsg.) (2021): Grundlagen der Psychotherapie. Lehrbuch zum Psychotherapeutischen Propädeutikum. Facultas: Wien, 2. erg. Aufl. stellt dazu eine sinnvolle, orientierende und rahmende Ergänzung dar.

Prüfungsstoff 2: Die Inhalte des Psychotherapie Gesetzes sowie die Inhalte (inkl. der Pflichtlektüre) der Module „Rahmenbedingungen der Psychotherapie“ bilden den Umfang von „Prüfungsstoff 2“.

Studienbereich Wissenschaftliches Arbeiten

Modulbereich Grundlagen der Forschungs- und Wissenschaftsmethodik

4IC4: Qualitative Forschung

5 ECTS / 2 SWS

Den Studierenden werden theoretisch-methodologische Grundlagen qualitativer Forschung nähergebracht. Ihnen werden unterschiedliche Methoden der qualitativen Forschung nähergebracht, wie Gesprächsanalyse, Ethnographie, phänomenologische und hermeneutische Ansätze. Ihnen werden allgemeine Aspekte des Forschungsprozesses nähergebracht und Forschungsdesign sowie Forschung als zirkulärer Prozesse vermittelt. Sie erlernen unterschiedliche Methoden der Datenerhebung wie z.B.: verbale Daten in

Form von Erzählungen und Interviews, Focus Groups und Gruppendiskussionen. Sie erlernen Zugänge und Methoden zur Erhebung unterschiedlicher Formen von Daten (z.B. Erzählungen, Interviews, Focus Groups und Gruppendiskussionen zur Generierung verbaler Daten und verschiedenen Ansätze der teilnehmenden bzw. videogestützten Beobachtung zur Gewinnung visueller Daten). Sie werden in die Darstellung, Auswertung und Interpretation qualitativ-empirischer Daten eingeführt. Fallstudie und Grounded Theory werden in ihren Ansätzen dargestellt und von den Studierenden exemplarisch bearbeitet.

4IC5: Quantitative Forschung

5 ECTS / 2 SWS

Es werden Grundlagen und Anwendung quantitativer Forschungs- und Evaluationsmöglichkeiten der Klinischen Psychologie und Psychotherapie vorgestellt, analysiert, diskutiert und kritisch hinterfragt. Den Studierenden wird eine Einführung und Vertiefung in die quantitative, empirische Methodologie und Terminologie nähergebracht. Die Anwendung von quantitativen Forschungsstrategien im Feld der psychosozialen Interventionen wird von den Lehrenden nähergebracht und von den Studierenden beispielhaft umgesetzt. Zusätzlich werden ihnen quantitative Methoden im Kontext der Psychotherapieforschung und angrenzender psychosozialer Interventionen vermittelt. Die Grenzen von quantitativen Ergebnissen und die Interpretation dieser werden in Form von unterschiedlichen Formaten gemeinsam erarbeitet. Deskriptivstatistische Basiskenntnisse werden erworben und kritische Interpretation entsprechender statistischer Begriffe vermittelt, um eine Relativierung von ableitbaren Aussagen zu ermöglichen.

5IC7: Quantitative und qualitative Zugänge zu Case Studies und Auto-Ethnographie

5 ECTS / 2 SWS

Die Studierenden erhalten einen erweiterten Einblick in den Forschungsgegenstand und setzen sich mit den Erhebungs- und Analyseansätze des gewählten Forschungszugangs produktiv auseinander. Der didaktische Zugang stütz sich dazu unter anderem auf interaktive Präsentationen und die intersubjektiv-dialogische Diskussion von Auswertungsschritten und -ergebnisse. Studierende werden dabei unterstützt und begleitet, die Ergebnisse von ausgewählten Case-Studies unter systematischem Aspekt mit Begriffen, Konzepten und Theoremen der Psychotherapiewissenschaft und angrenzender Disziplinen zu verknüpfen. Anhand ausgewählter Forschungsstudien lernen die Studierenden unterschiedliche Zugänge zum Forschungsfeld kennen: (auto)ethnografisch, ethnopsychoanalytisch, teilnehmende Beobachtung, partizipative Aktionsforschung etc.); sowie unterschiedliche Erhebungsmethoden qualitativer Forschung (Interviews, Gruppendiskussion, Videoanalysen etc.), und unterschiedliche Interpretationsmethoden (thematische Inhaltsanalyse, objektive Hermeneutik, dokumentarische Methode, Tiefenhermeneutik etc. Möglichkeiten und Limitationen werden mit einem besonderen Fokus auf der Bedeutung und Reichweite von Case Studies/Einzelfallforschung analysiert.

6IC8: Meta-Analysen und Mixed-Methods-Designs

5 ECTS / 2 SWS

In diesem Modul werden die Methoden für systematische Literaturrecherchen, Meta-Analysen und Mixed Methods Designs erarbeiten. Sie können die wissenschaftlichen Zugänge anhand ausgewählter Studien darstellen und kritisch beurteilen. Auf Basis von methodenvermittelnden Einführungen, entwickeln die Studierenden erste Schritte für die Umsetzung von systematischen Literaturrecherchen und setzen diese im Anschluss um. Meta-analytische Ansätze werden den Studierenden vermittelt und diese können Studien mit meta-analytischen Ansätzen im Rahmen von Plenumsitzungen darstellen und mit anderen Studien vergleichen, mit Peers kritisch diskutieren und weiterführende Gedanken entwickeln.

Den Studierenden werden Mixed-Methods-Design-Zugänge in einer einführenden Phase nähergebracht. Die Studierenden können diese danach in Gruppendiskussionen und ähnlichen Formaten benennen und kritisch evaluieren und von den Studierenden exemplarisch bearbeitet.

4IC3, 5IC6, 6IC9: Schreibwerkstatt und Bachelorarbeit

12 ECTS / 4 SWS

Auf der Grundlage entsprechender wissenschaftlicher Gütekriterien, spezifizieren die Studierenden ihre Forschungsfrage und erarbeiten Schritt für Schritt ein entsprechendes Forschungskonzept aus. Den Studierenden werden mit Hilfe von Betreuung und Begleitung bei der Abfassung der Bachelorarbeit in themen- und/oder forschungsmethodischen Betreuungsgruppen unterstützt. Theoriegeleitete und methodenkritische Reflexion der Praxis- und Forschungserfahrungen werden vermittelt. Erweiterte Fachkenntnisse über Grundformen wissenschaftlichen Schreibens und akademisches Textsortenwissen wird durch exemplarische Übungen trainiert. Der Fokus liegt auf dem Erarbeiten argumentativ haltbarer reflektierter Kommentierungen und Bewertungen mittels Peer-Reviews.

Ein weiteres Ziel des Moduls ist es, die Studierenden beim Verfassen ihrer Bachelorarbeit zu unterstützen und zu begleiten. Im Fokus der Arbeit steht die Vertiefung und praktische Anwendung der im Rahmen des Studiums vermittelten Elemente wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens. Darüber hinaus sollen die Studierenden ihren Arbeitsprozess reflektieren sowie andere Forschungsinteressen und -zugänge kennenlernen. Im Rahmen von wechselnden Arbeitsformaten (Team-, Kleingruppenarbeit, Präsentationstraining etc.) stehen die theoretisch-methodische Reflexion und Diskussion von ausgewählten Bachelorarbeitsteilen. Der Fokus liegt dabei auf der Begleitung der Anfertigung und Diskussionsfähigkeit der eigenständigen Bachelorarbeit. Studierende geben sich wechselseitige Unterstützung in Arbeitsgruppen und durch Austausch über zentrale Fragestellungen, Herangehensweisen und Ergebniserstellung. Sie werden zur Entwicklung eigener und Analyse fremder Arbeiten durch Diskussion und Reflexion befähigt.

Studienbereich Vertiefungsrichtung psychotherapeutisches Fachspezifikum

Zusätzlich zum Modul "Aufnahme Fachspezifikum" sind aus den nachstehenden Modulen insgesamt 30 ECTS (10 ECTS für das 5 Semester und 20 ECTS für das 6. Semester) nach freier Wahl zu absolvieren.

5IH1: Aufnahme Fachspezifikum

9 ECTS

Für die Aufnahme in das Psychotherapeutische Fachspezifikum sind Erstens die Voraussetzungen nach dem Psychotherapiegesetz § 10 (2) zu erfüllen. Zweitens ist eine entsprechende Eignung nachzuweisen, die von den Fachspezifika auf Basis unterschiedlicher Anforderungen und Formate festgestellt wird. 

Zu 1.: Die gesetzlichen Voraussetzungen bestehen im Wesentlichen im Abschluss des Psychotherapeutischen Propädeutikums, einem Mindestalter von 24 Jahren sowie im Nachweis über den Abschluss eines der im Psychotherapiegesetz § 10 (2) vorgesehenen „Quellstudien“ oder einer einschlägigen Berufsausbildung („Quellberuf“). Liegt keine dieser Vorbildungen bzw. Studienabschlüsse vor, so ist zur Feststellung der besonderen persönlichen Eignung durch den Psychotherapiebeirat ein Antrag auf Zulassung zur Absolvierung des psychotherapeutischen Fachspezifikums zu stellen.

Zu 2.: Die Eignungsfestellung durch die fachspezifische Psychotherapie-Ausbildungseinrichtungen erfordert die Absolvierung eines oder mehrere der nachstehenden exemplarischen Formate:

  • Mehrere Vorstellungs- bzw. Lehrtherapeut*innengespräche
  • Teilnahme an einem (mehrtätigen) Auswahl-/ Entscheidungsseminar (Encounter etc.)
  • Teilnahme an methodenspezifischen Selbsterfahrungsaufnahmeverfahren

Ausgehend von der Annahme, dass nur jene Personen mittel- und langfristige therapeutische Prozesse angemessen handhaben können, die selbst interessiert und in der Lage sind, sich mit dem eigenen Erleben und Verhalten in Interaktions- und Beziehungsprozessen auseinanderzusetzen, stellt die fachspezifische Eignungsfeststellung ein zentrales Element der Psychotherapieausbildung dar. Dies schließt die Auseinandersetzung mit eigenen Defiziten, Konflikten und Traumata genauso ein wie die potentialorientierte Arbeit im Bereich der persönlichen Ressourcen, Potentiale und Resilienzen.

Jedes Fachspezifikum hat dazu einen – i.d.R. mehrstufigen – methodentypischen Auswahlprozess vorgesehen, der es den Studierenden ermöglicht, zugleich den jeweiligen Zugang und dessen Perspektive besser kennenzulernen. 

FS1: Theorie der gesunden und psychopathologischen Persönlichkeitsentwicklung

8 ECTS

In diesen Lehrveranstaltungen werden grundlegende Konzepte und Theorien zur Gesundheits- und Krankheitslehre der jeweiligen fach- und schulenspezifischen Orientierungen vorgestellt. Zudem werden Nosologie, Ätiologie, Pathogenese sowie differentialdiagnostische Fragestellungen zu wichtigen psychischen Störungsbildern erörtert. Neben eigenständigem Durcharbeiten von Literatur, fachlichen Inputs durch die Lehrenden und Gruppendiskussion vertiefen schriftliche Ausarbeitungen zu vorgegebenen Fragestellungen in der E-Learningphase das Verstehen von pathogenetischen und salutogenetischen Phänomenen.

FS2: Methodik und Technik

14 ECTS

Im Mittelpunkt dieser Lehrveranstaltungen steht die Vermittlung von praxeologischer Grundlagen. Gelehrt und eingeübt werden schulenspezifische Interventionstechniken sowie mögliche Indikationen und Kontraindikationen. Basiskonzepte zur Behandlung von Patientinnen und Patienten werden mit Hilfe von Prozessmodellen erörtert und in Rollenspielen erprobt. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf das psychotherapeutische Erstgespräch gelegt. Die Rahmendbedingungen unterschiedlicher Settings werden diskutiert.

FS3: Persönlichkeits- und Interaktionstheorien

7 ECTS

In diesen Lehrveranstaltungen werden Konzepte und Theorien der Persönlichkeits- und Interaktionstheorien des gewählten Fachspezifikums systematisch dargestellt. Neben dem aktuellen Forschungsstand werden sozio-kulturelle Bedingungen und genderspezifische Ansätze sowie das Zusammenwirken von Anlage-Umwelt-Interaktionen erörtert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Theorie-Praxis-Verzahnung, wobei konkrete Wechselwirkungen theoretischer Positionen auf die psychotherapeutische Praxis entlang konkreter Fallbeispiele diskutiert und in Rollenspielen erprobt werden

FS4: Psychotherapeutische Literatur

5 ECTS

In diesem Modul werden Konzepte und Theorien des gewählten Fachspezifikums systematisch dargestellt. Neben dem aktuellen Forschungsstand werden grundlegende Texte der Methode erörtert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Theorie-Praxis-Verzahnung, wobei konkrete Wechselwirkungen theoretischer Positionen auf die psychotherapeutische Praxis entlang konkreter Fallbeispiele diskutiert und in Rollenspielen erprobt werden.

FS5: Schwerpunktbildung Theoretischer Teil

6 ECTS

In diesem Modul werden Inhalte, wie im Psychotherapiegesetz geregelt, aus den Modulen 1-3 des theoretischen Teils i.e. Theorie der gesunden und der psychopathologischen Persönlichkeitsentwicklung, Methodik und Technik sowie Persönlichkeits- und Interaktionstheorien vertieft. Lerninhalte ergeben sich aus den vom Fachspezifikum gewählten Teilen der Schwerpunktbildung der oben genannten Module.

FS6: (Gruppen-)Selbsterfahrung

20 ECTS

In diesem Modul werden geblockte Gruppenselbsterfahrungen angeboten, die eine Interaktion in der Gruppe ermöglichen, um so sich selbst in einer Gruppe und Prozesse in Gruppen erleben und analysieren zu können. Dabei können Umgang mit Nähe und Distanz im Gruppenkontext, mit Abhängigkeit, mit Prüfungssituationen exemplarisch im eigenen Erleben evaluiert werden. Es werden Begegnung mit Ängsten und Grenzen ermöglicht sowie das eigene Geworden-Sein analysiert. Es werden Reflexion von Selbstverständnis, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen in der eigenen Person sowie bei den Teilnehmern kenntlich gemacht. Dabei werden klare Persönlichkeitsbilder durch Reflexion der Studierenden sowie durch die Gruppenleitung erzeugt.

FS7: Fachspezifisches Praktikum

27 ECTS

Die Studierenden absolvieren mit 550 Einheiten, wovon 150 in einem klinischen Setting zu absolvieren sind, ein Praktikum im Umgang mit verhaltensgestörten oder leidenden Personen in einer im psychosozialen Feld bestehenden Einrichtung des Gesundheits- oder Sozialwesens unter fachlicher Anleitung und Aufsicht des Leiters/der Leiterin dieser Einrichtung oder eines Stellvertreters/einer Stellvertreterin.

FS8: Praktikumssupervision

4 ECTS

Die Praktikumssupervision erfolgt durch den Kooperationspartner mit entsprechender Qualifikation gemäß PtHrsg. Ein entsprechender Nachweis über die erfolgreiche Absolvierung der Praktikumssupervision ist der wissenschaftlichen Lehrgangsleitung vorzulegen. Die Praktikumssupervision ist ein Lernprozess, der die Reflexion von in Praktikumsinstitutionen gewonnenen Erfahrungen unterstützt. Fallsupervision, Teamsupervision je nach Bedarf.

FS9: Statussupervision

16 ECTS

Die Supervision erfolgt durch den Kooperationspartner mit entsprechender Qualifikation gemäß PtHrsg. Ein entsprechender Nachweis über die erfolgreiche Absolvierung der Praktikumssupervision ist der wissenschaftlichen Lehrgangsleitung vorzulegen. Die Statussupervision ist ein Lernprozess, der die Reflexion von selbstständiger therapeutischer Arbeit und der darin gewonnenen Erfahrungen unterstützt. Fallsupervision, Teamsupervision werden dabei je nach Bedarf eingesetzt.

FS10: Schwerpunktbildung Praktischer Teil

13 ECTS

In diesem Modul werden Inhalte, wie im Psychotherapiegesetz geregelt, aus den Modulen 1-4 des theoretischen Teils i.e. Theorie der gesunden und der psychopathologischen Persönlichkeitsentwicklung, Methodik und Technik, psychotherapeutische Literatur sowie Persönlichkeits- und Interaktionstheorien vertieft. Lerninhalte ergeben sich aus den vom Fachspezifikum gewählten Teilen der Schwerpunktbildung der oben genannten Module.

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Portrait Cornelia Schneider
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Cornelia Schneider
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