BSU St. Pölten: Neue Studiengangsleitung Soziale Arbeit und Senior Scientist für Forschungsvernetzung
BSU St. Pölten: Neue Studiengangsleitung Soziale Arbeit und Senior Scientist für Forschungsvernetzung
Mit Alban Knecht als Studiengangsleiter für Soziale Arbeit und Christopher Schlembach als Senior Scientist für Forschungsvernetzung gewinnt die BSU zwei ausgewiesene Sozialwissenschaftler mit internationaler Erfahrung und fächerübergreifender Expertise.
„Ich freue mich sehr, dass wir zwei weitere herausragende wissenschaftliche Persönlichkeiten für unsere Hochschule gewinnen konnten. Mit ihrer Expertise werden sie die Forschung bzw. den Bereich Soziale Arbeit an der BSU weiter stärken und mit ihren individuellen Schwerpunkten maßgeblich bereichern“, so Michael Wininger, interimistischer Rektor der BSU.
Alban Knecht: Professur für Soziale Arbeit
Alban Knecht, habilitierter Sozialpädagoge und promovierter Soziologe, zählt zu den profilierten Armutsforschern im deutschsprachigen Raum. Er beschäftigte sich unter anderem mit Jugendpolitik an der Universität Linz sowie mit Armut und Scham bei der Armutskonferenz. Zuvor arbeitete er als Referent für Sozialpolitik und Migration bei einem Wohlfahrtsverband. Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt auf den sozialen, ökonomischen und kulturellen Aspekten des neuen Pfandsystems.
Ab 1. September 2025 übernimmt er die Leitung des Studiengangs Soziale Arbeit und entwickelt ihn wissenschaftlich weiter. Dabei steht die gleichwertige Integration von Sozialarbeit und Sozialpädagogik im Mittelpunkt. „Das entspricht nicht nur der Berufsrealität, sondern auch dem Interesse vieler Studierender“, so Alban Knecht.
Soziale Arbeit: reflektierend und mitgestaltend
Neben der Ausbildung für die Praxis sieht er die wissenschaftliche Reflexion als zentrales Element universitärer Lehre. Dabei wird er sein Wissen in Bezug auf Klimawandel, Digitalisierung und Migration – Entwicklungen, auf die Soziale Arbeit reagieren müsse – mit den Studierenden teilen. „Studierende sollen verstehen, welche Rolle die Politik in den Debatten um Probleme und Lösungen innehat – und welche Impulse die Profession dabei setzen kann“, so Alban Knecht.
Christopher Schlembach: Senior Scientist für Forschungsvernetzung
Christopher Schlembach ist promovierter Soziologe und seit April 2025 als Senior Scientist für Forschungsvernetzung an der BSU tätig. Er studierte Soziologie sowie Germanistik und Philosophie an der Universität Wien und absolvierte den SOQUA-Lehrgang für angewandte Sozialforschung. Er bewegt sich mit seiner Arbeit an der Schnittstelle von soziologischer Theorie und Geschichte der Soziologie, mit besonderem Interesse an gesellschaftlicher Teilhabe vulnerabler Gruppen und qualitativer Forschungsmethoden. Seine berufliche Laufbahn führte ihn zum Kuratorium für Verkehrssicherheit, an die Universitäten Wien und Erlangen-Nürnberg sowie in die Forschungsabteilung von MAKAM Research.
Kollektive und verantwortungsvolle Forschung
Als Senior Scientist für Forschungsvernetzung versteht Christopher Schlembach Forschung als einen kollektiven Prozess: „Forschung entsteht im Austausch – zwischen Disziplinen, Zugängen, Institutionen und den involvierten Menschen.“ Vernetzung sei dabei nicht nur ein methodisches, sondern auch ein strategisches Element: „Gerade bei größeren Projekten ist Vertrauen im Netzwerk oft entscheidend.“
Derzeit arbeitet er gemeinsam mit den Mitgliedern des neu eingerichteten Research Ethics Committee (REC) am Aufbau eines entsprechenden Webauftritts. Dieses Gremium soll künftig als Ethikberatung fungieren und ein ethisch reflektiertes Forschen sicherstellen – es ist keine Ethikkommission, wie man sie beispielsweise in der Medizinforschung kennt, ergänzt Schlembach. Darüber hinaus unterrichtet er als Universitätslektor und Lehrbeauftragter an der Schule für Sozialbetreuer*innen am Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe der Caritas St. Pölten.