Suttnertage 2023
Suttnertage 2023
Partizipation
2023 hat das Symposium in Form eines Video- und Podcastprojekts von Studierenden stattgefunden.
Partizipation gilt heute unbestritten als zentrales Prinzip: Nutzer*innen sollen an Prozessen der Bildung, Erziehung, Hilfeleistung und Unterstützung beteiligt werden. Doch wie lassen sich Forderungen nach einer umfassenden sozialen, politischen und wirtschaftlichen Teilhabe begründen? Wie können problematische Lebensverhältnisse durch Beteiligung nachhaltig positiv verändert werden? Welche Impulse und Möglichkeiten bieten partizipative Ansätze, um Organisationen und gesellschaftlichen Verhältnisse weiterzuentwickeln? Welche Folgen hat das für Betroffene und sozialen Interventionen? Die Fachdebatte sucht nach wie vor nach Antworten auf solche Fragen.
Die virtuelle Tagung „Partizipation, die transformiert“ präsentierte aktuelle Erkenntnisse und Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis zu ausgewählten Bereichen, bspw. Jugend in der Gemeinde, Arbeitsmarkt, Kinder- und Jugendhilfe, Obdachlosenhilfe, Menschen mit Special Needs und offene Jugendarbeit.
Die Nutzung
Die Videos und Podcasts richten sich vor allem an Interessierte in Ausbildung und Forschung sowie in sozialen Berufsfeldern der Sozialen Arbeit und Pädagogik. Alle Beiträge werden dauerhaft und kostenfrei verfügbar gemacht.
Appell: Liebe BürgerInnen! Partizipation von Jugendlichen für Eure Gemeinde!
Diese Reportage soll mögliche Ansätze einer partizipativen Sozialraumgestaltung zeigen. Zu Beginn wird sich dem Raumverständnis selbst angenähert. Als Höhepunkt der Reportage wird Univ. Prof. Dr. Richard Lang einen wissenschaftlichen Einblick zur Partizipation von Jugendlichen in Gemeinden geben. Abschließend stellt Hr. Sascha Reischl ein Projekt vor, welches darstellt, wie die Partizipation von Jugendlichen in der Praxis umgesetzt werden kann.
Produktionsteam: Lucia Gschoßmann, Sonja Orthaber & Stefanie Wolf
Studie Jugendpartizipation, Demokratie und Social Media: Österreich und Oberösterreich
Das folgende Video ist ein Symposiums Beitrag von Herrn Prof. Reinhard Heinisch (PhD). Er ist tätig im Bereich der österreichischen Politik im europäischen Kontext, vergleichender
Populismus-Forschung und vergleichender Arbeitsmarktpolitik.
Prof. Heinisch setzt Ergebnisse, der in Kooperation mit der „Academia Superior: Gesellschaft für Zukunftsforschung“ entstandene Studie zur politischen Partizipation von Jugendlichen,
im Rahmen des Beitrags in Bezug und Kontext zu gesellschaftlicher Transformation.
Die Kernergebnisse der Studie regen an über die Einbindung von Jugendlichen in zukünftige politische Entscheidungsprozesse nachzudenken.
Produktionsteam: Chiara Schneider, Barbara Seidl & Michael Romano
Politische Partizipation – und weiter?
Dieses Video beschäftigt sich mit der Frage nach der Möglichkeit politischer Partizipation in modernen demokratisch geprägten Gesellschaften, soll auf eventuelle Missstände aufmerksam machen und vor allem zur Diskussion anregen.
Produktionsteam: Leutmezer Katharina, Pollinger Moritz & Leutloff Mia
Partizipation in der häuslichen Unterstützung von Menschen mit Behinderung
Das Video zeigt Ausschnitte davon, wie ein partizipativ gestalteter Alltag mit Menschen mit Behinderung aussehen kann. Weiters welche Voraussetzungen, wie z.B. Hilfsmittel, Engagement des Umfeldes… etc. es benötigt, um Partizipation zu ermöglichen. Im Video wird außerdem Bezug auf die UN-BRK genommen.
Produktionsteam: Siller Birgit & Nadja Koller
Leaving Care – eine besondere Herausforderung
In dem Video „Leaving Care – eine besondere Herausforderung“ teilen uns drei ExpertInnen aus unterschiedlichen Bereichen ihre Expertise zum Thema Care LeaverInnen mit. Herr Peter Sarto von der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien spricht über gesetzliche Rahmenbedingungen. Frau Maria Groinig, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Hildesheim, geht auf die Probleme im Zusammenhang mit der Leaving Care Passage ein und gibt einen Überblick über transformative Prozesse in der Forschung und Praxis. Darüber hinaus beleuchtet sie, was Partizipation im Gruppenkontext bedeutet. Ergänzend berichtet Frau Fabienne Landerer, selbst Care Leaverin und Präsidentin des Care Leaver Vereins Österreich, über ihre eigenen Erfahrungen und die Bedeutung von partizipativen Projekten um Veränderungen auf gesellschaftlicher, struktureller und politischer Ebene zu erreichen.
Produktionsteam: Britta Honeder & Manuela Peböck
Politische Partizipation- und Transformationspotenziale in der offenen Jugendarbeit
Die Motivation der Studierenden lag darin, herauszufinden was ausschlaggebend für die Forschung im Bereich politischer Partizipation von Jugendlichen sein kann, welche Methoden angewendet werden und welche Erkenntnisse daraus folgen können.
Fr. Dr. phil. Susanne Nef aus der Schweiz, die an der Forschung
„Jugendliche wollen mitreden und brauchen Zugang zur Politik“ teilgenommen hat, hat sich bereit erklärt über ihre Erfahrungen zu berichten. Durchgeführt wurde die Studie von der Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) in der Schweiz, welche beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) angesiedelt ist. Das BSV setzt sich seit der Gründung 1978 für die politische Partizipation von Kindern und Jugendlichen ein.
Ziel der Forschung war herauszufinden was Kinder und Jugendliche motiviert sich politisch zu engagieren.
Produktionsteam: Jasmin Pollak-Strohmaier, Emely Wojna & Nicole Weiss
Partizipative Aktionsforschung am Beispiel des Projektes CoAct
Dieser Beitrag soll einen Einblick in die partizipative Aktionsforschung mit Jugendlichen im arbeitsmarktspezifischen Kontext geben. In den vergangenen Jahren hat sich CoAct mit partizipativer Aktionsforschung auseinandergesetzt und kürzlich einen Forschungsbericht dazu veröffentlicht. Im Zuge des Interviews gibt Frau Mag. Teresa Wintersteller einen Einblick in das Projekt und zeigt Wege auf, wie diese Art der Forschung in Zukunft angewandt werden kann.
Produktionsteam: Eva Seewald-Ispold & Fridtjoff Hochhauser
Partizipation im Behindertenbereich in Werkstätten und stationären Wohnen
In diesem Video wird das Tool der UK (Unterstützte
Kommunikation) veranschaulicht. Begriffe wie “Kommunikation” und “Empowerment” werden hergeleitet, um ein adäquates Verständnis für diese Form der Partizipationsmöglichkeit zu erlangen. Dabei wird sowohl auf Fachliteratur als auch auf die Expertise von Univ.-Prof. Mag. Dr. Oliver Koenig zurückgegriffen.
Produktionsteam: Alexander Adegunola & Benedikt Wedra
Bürger*innenbeteiligung und sozialraumorientierte Arbeit in der Obdachlosenhilfe
Dieser Videobeitrag zeigt Möglichkeiten der Bürger*innenbeteiligung in der Obdachlosenhilfe, als auch der sozialraumorientierten Arbeit auf. Zu diesem Zwecke wurde einerseits Herr Peter Linhuber von VinziDach Salzburg interviewt, der interessante Einblicke in das Housing – First – Projekt gibt. Andererseits wurde ein Interview mit Herrn Wolfgang Krikula, einem Streetworker von sam flex, geführt. Dadurch konnte das Thema aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und die Expertise aus beiden Bereichen der Obdachlosenarbeit mit einbezogen werden.
Produktionsteam: Adriana Skacel, Benjamin Hasiweder, Tobias Prix, Alina Sotzko
Widewide wie es mir gefällt – Partizipation im Wohnbau
In dem produzierten Video wird Partizipative Neu-Gestaltung des öffentlichen Raums an einem bereits umgesetzten Wohn-Projekt gezeigt.
Die Grundidee des Wohnprojektes besteht darin, einerseits in der Gemeinschaft etwas zu „erschaffen“ und andererseits dann in der Gemeinschaft zu leben. Jede der 45 Personen, die in der Siedlung wohnt, hat von der Planung über das Bauen bis hin zur Fertigstellung der Gebäude ihren individuellen Beitrag geleistet. Insgesamt ist es eine Siedlung aus 8 Häusern, wovon jedes anders konzipiert wurde.
Um einen Einblick in das Projekt Auenweide zu gewinnen, wurde ein ein Interview mit einer Bewohnerin geführt und dabei Video, Audio und Bildmaterial gesammelt und in einem Clip zusammengeführt.
Produktionsteam: Magdalena Schweiger, Johannes Toth