Das war die Preisverleihung des Brigitte-Haman-Preis

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Das war die Preisverleihung des Brigitte-Haman-Preis

Wissenschaftspreise der ÖPUK gehen an drei Frauen

Der Brigitte-Hamann-Preis zeichnet hervorragende Leistungen von AbsolventInnen in Forschung, Start-ups und den Künsten aus.

 

Preisträgerinnen des Brigitte-Hamann-Preises stehen nebeneinander auf der Bühne im Wiener Rathaus und halten ihre Auszeichnungsschecks in den Händen.

Im festlichen Rahmen des Wiener Rathauses wurden gestern die von den Privatuniversitäten gestifteten und mit je 5.000,-- Euro dotierten Preise für besondere Leistungen von AbsolventInnen der ÖPUK-Mitglieder vergeben. Geehrt wurden nach den Entscheidungen unabhängiger Fachjurys Absolventinnen der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU), der Sigmund Freud PrivatUniversität (SFU) und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK). Die Ausschreibung hatte dabei Exzellenz, Innovation, Internationalität, fachwissenschaftliches Niveau, Innovation und gesellschaftlichen Nutzen gefordert.

In der Kategorie Wissenschaft und Forschung wurde PD Dr. Verena Wally (PMU) ausgezeichnet. Sie forscht an den Salzburger Landeskliniken im Bereich Dermatologie an seltenen Krankheiten und widmet ihre Forschung der seltenen genetischen Hauterkrankung Epidermolysis bullosa. Ein besonderer Erfolg ihrer Arbeit ist die Entwicklung einer Diacerein-haltigen Salbe, die die Blasenbildung reduzieren kann und derzeit in einer internationalen Phase-II/III-Studie klinisch geprüft wird. Überzeugt hat die Jury die hohe internationale Anschlussfähigkeit, da sie zentrale methodische Engpässe klinischer Forschung bei seltenen Erkrankungen systematisch aufarbeitet  und dadurch einen unmittelbar nutzbaren Hebel für Studienqualität, Vergleichbarkeit und zukünftige Trial-Designs bietet, wie Jurymitglied Sare Balli, BSc BSc den Juryentscheid bei der Übergabe zitierte.

 Die Kategorie Kunst/Musik/Darstellende Kunst gewann die Tänzerin und Tanzvermittlerin Katharina Senk, BA (MUK). Nicht nur Katharina Senks eigene künstlerische Karriere würdigte die Jury als bemerkenswert - sie beschäftigt sich auch intensiv mit Ästhetiken des Zugangs und Fragen von Barrierefreiheit auf vielen Ebenen. Im besonderen öffnet Katharina Senk den Zugang und die Wahrnehmung nonverbaler Künste wie den Tanz für ein sehbehindertes Publikum. Sie ist eine Pionierin des neuen Formates Audiodeskription und damit eine von fünf Spezialistinnen in Europa, hob Jurymitglied Christine Standfest (ImpulsTanz) hervor.

 Den Preis für das beste Projekt in der Kategorie Start-up erhielt Selin Matun, BA (SFU) für ihre Gründung von Theradocx. Die Plattform automatisiert die Transkription von psychotherapeutischen Therapiesitzungen, erstellt strukturierte Verlaufsberichte und ermöglicht eine weitere semantische und emotionale Analyse. Es setzt sich zum Ziel, die Arbeitsbelastung von Psychotherapeuten in ihrer täglichen klinischen Praxis deutlich zu verringern und geht damit ein strukturell bedeutendes Problem im Bereich der psychischen Gesundheitsversorgung an. Damit steht das start-up für eine starke Verzahnung von angewandter künstlicher Intelligenz und medizinischer Praxis. Die wissenschaftliche Fundierung, die frühzeitige Validierung durch Anwender und das skalierbare SaaS-Modell machten es für die Jury zum ausgewogensten und zukunftsfähigsten Kandidaten in dieser Kategorie, sagte Jurymitglied Dr. Kasia Greco bei der Verleihung.

Fotos zur Veranstaltung (© ÖPUK / K. Ranger): 
https://klausranger.smugmug.com/Events/Brigitte-Hamann-Preis-2026/n-HcxL5L

 

Der Preis erinnert an Brigitte Hamann (1940–2016), eine der erfolgreichsten deutsch-österreichischen Historikerinnen. Ihre Werke verbinden wissenschaftlichen Anspruch mit breiter Lesbarkeit – eine seltene Kombination, die sie zu einer Ausnahmeerscheinung im historischen Fach gemacht hat.

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