Abgeschlossene Projekte aus Forschung und Entwicklung

Abgeschlossene Projekte aus Forschung und Entwicklung

Psychosoziale Versorgungsangebote der BSU-Universitätsambulanz für Studierende (PEERS)

Das Projekt zielt darauf ab, einen innovativen und nachhaltigen Beitrag zur psychosozialen Versorgung für Studierende mit Hilfe der Peer-Arbeit zu gewährleisten und damit einen niederschwelligen Zugang zur Versorgung an der BSU-Ambulanz in der Modellregion St. Pölten zu ermöglichen. In diesem Projekt wird, die Erfahrung von ausgebildeten Peer-Beratende - Studierenden aller Fachrichtungen und Disziplinen der Fachhochschule St. Pölten - für die Erstellung von psychosozialen Unterstützungsangeboten der BSU-Ambulanz aufgegriffen, um zielgruppenspezifische und bedarfsorientierte Angebote "von Studierenden für Studierende" an der BSU-Ambulanz (Peer2Peer) zur Verfügung zu stellen. Die Peer-Arbeit wird gemeinsam mit den ausgebildeten Peer-Beratende (Studierenden) reflektiert und psychosoziale Unterstützungsangebote für Studierende in einem ko-kreativen Ansatz basierend auf den Erfahrungen der Peers erarbeitet. Dabei liegt der Fokus der gemeinsamen Arbeit auf dem Explorieren der Voraussetzungen der Peer-Arbeit und Gestaltung und Design von Unterstützungsangeboten für die BSU-Ambulanz. Weiters wird die Anfangsphase der Peer-Arbeit mittels qualitativer Peer2Peer-Interviews untersucht, um die Motivation, Anreize, benötigte Fähigkeiten und Kompetenzen der auszubildenden Peers sowie unterstützende Strukturen bei der Ausübung der Peer-Arbeit zu untersuchen.

Details
Leitung / ProjektverantwortlicheAss.-Prof.in Mag.a Dr.in Raphaela Kaisler, MSc MSc
Laufzeit07-12/2023
Fördergeber/-schieneNationalstiftung für Forschung, Technologie, und Entwicklung, Ludwig Boltzmann Gesellschaft Open Innovation in Science Center, Public and Patient Involvement and Engagement (PPIE) Exploration Call 2022

MICOLL - Migration and Housing: Meeting Refugees’ Housing Needs through Collaborative Housing Programmes (MICOLL)

Für Geflüchtete stellt die Suche nach leistbarem und adäquatem Wohnraum in europäischen Städten eine große Herausforderung dar. Menschenwürdiges Wohnen ist jedoch ein Schlüssel zu erfolgreicher sozialer Teilhabe in der Gesellschaft, da es unter anderem mit stabilen nachbarschaftlichen Kontakten verbunden ist. In vielen Ländern setzen gemeinschaftliche Wohnprojekte ihren Schwerpunkt auf Zusammenarbeit, Beteiligung und gegenseitige soziale Unterstützung innerhalb der Bewohnerschaft. Vor diesem Hintergrund untersucht MICOLL das Potenzial gemeinschaftlicher Wohnmodelle für die langfristige Integration von Geflüchteten. 

Details

Ausgehend von einer systematischen Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes werden in Interviews und Workshops relevante Akteurinnen und Akteure, Prozesse und institutionelle Strukturen für die Unterstützung und Diffusion von gemeinschaftlichen Wohnmodellen mit Geflüchteten identifiziert. Weiters werden Pilotprojekte (“test-beds”) des gemeinschaftlichen Wohnens mit Geflüchteten in Österreich, Schweden und Großbritannien wissenschaftlich begleitet, um daraus Empfehlungen für zentrale Akteurinnen und Akteure der Stadtentwicklung abzuleiten.

Leitung / ProjektverantwortlicheUniv.-Prof. Dr. Richard Lang (Aschauer Corporate Governance Forschungs GmbH)
Kooperationspartner*innen
  • Jaan-Henrik Kain, Project Coordinator, Gothenburg Research Institute, University of Gothenburg
  • Melissa Fernández Arrigoitia, Lancaster University, Institute for Social Futures
  • Jenny Stenberg, Gothenburg Research Institute, University of Gothenburg
  • Marco Adelfio, Architecture and Civil Engineering, Chalmers University of Technology
  • Ernst Gruber & Manuel Hanke, wohnbund:consult eG
  • Judith Moser-Harnoncourt, neunerimmo
  • Kurt Hofstetter, IBA_Vienna
  • Jesper Bryngelsson, Swedish Union of Tenants
  • Tinna Harling, Egnahemsfabriken Centre for Collaborative Housing
  • Britt-Marie Rastman, Municipality of Tjörn
  • Levent Kerimol, Community Led Housing, London hub 
  • Zohra Chiheb, London Borough of Camden
  • Frances Harkin, Housing Associations’ Charitable Trust
  • John Goodman & Frances Toomey, UK Cohousing Trust 
Laufzeit2021–2023
Fördergeber/-schiene

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) vertreten durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG)

Joint Programming Initiative (JPI) Urban Europe (Urban Migration Call) https://jpi-urbaneurope.eu/calls/urban-migration/

Publikationen
  • Leutgöb, J., Peintner, R. & Lang, R. (2022) Geflüchtete in gemeinschaftlichen Wohnprojekten: Ergebnisse aus sechs Fallstudien in Wien und Umgebung. Available at 
    https://www.inigbw.org/sites/default/files/literatur/MICOLL_Ergebnisse-Fallstudien_2022.pdf
  • Lang, R. et al. (2022) Projekt MICOLL. Gemeinschaftliche Wohnmodelle und ihr Integrationspotenzial für Geflüchtete, Paper for the 7th Biennial Conference on Migration Research in Austria, Krems, Austria, 26.09.-28.09.2022
  • Lang, R., Fernández Arrigoitia, M. (2022) Collaborative housing models and their integration potential for migrants and refugees: What does the literature tell us? Paper for the European Network for Housing Research ENHR Conference, Barcelona, Spain, 30.08.-02.09.2022

Digitale Forschungsinfrastrukturen am Scheideweg (DiFIS NÖ)

Das Projekt „Digitale Forschungsinfrastrukturen am Scheideweg“ (DiFIS NÖ) erforscht Haltungen und Orientierungen von Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in Bezug auf digitale Forschungsinformationssysteme. Es untersucht die Verwendung solcher Systeme in niederösterreichischen Forschungseinrichtungen. Mit Gruppendiskussionen und Interviews gehen wir der Praxis der Entscheidungsfindung nach.

Damit trägt es zu einer reflexiven Wissenschaftsforschung bei, die gegenwartssensibel auf die Implikationen der Wissensproduktion unter Digitalisierungsbedingungen gerichtet ist – ein zentrales Ziel der Forschungsstrategie der Bertha von Suttner Privatuniversität.

Details

Konkrete Fragestellungen sind:

  • Welche Forschungsinformationssysteme sind in Forschungseinrichtungen in Niederösterreich gegenwärtig im Einsatz bzw. in Planung?
  • Wer sind institutionelle Stakeholder im Umgang mit digitaler Forschungsinfrastruktur?
  • Welche expliziten und welche impliziten Handlungsorientierungen strukturieren die Infrastrukturentscheidungen?
  • Wie sehen entsprechende Zukunftsvisionen aus?
Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniProf. Dr. Aglaja Przyborski
MitarbeitendeMonika ChlastakPhilipp Knopp
Laufzeit2022-2023
Fördergeber/-schieneAmt der niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Wissenschaft und Forschung

C_ALL: Enable all Voices (C_ALL)

Das partizipative Projekt: C_All: Enable all Voices findet im Rahmen des vom FWF finanzierten Forschungsprojekt  Cov_enable: Re-Imagining vulnerabilities in times of crises, das bereits seit Mai 2021 an der Suttneruni durchgeführt wird,  statt. Cov_enable untersucht die längerfristigen Auswirkungen der Covid-Pandemie auf die Situation von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Ziel ist auch die Entwicklung eines Modells für ein inklusives Krisenmonitoring, um Nachwirkungen und zukünftige Herausforderungen durch Krisen nachhaltig und gleichberechtigt bewältigen zu können.

Details

Das partizipative Projekt: C_All : Enable all Voices ermöglicht nun die  Berücksichtigung der Covid-Erfahrungen und Empfehlungen von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen bei der Entwicklung dieses inklusiven Krisenmanagements in gleichberechtigter und partizipativer Weise.  Ca. 10 bis 12 am Cov_enable Projekt beteiligte Forschungsteilnehmerinnen und Forschungsteilnehmer (Erwachsene, Kinder und Jugendliche) mit Behinderungen und psychischer Erkrankung erarbeiten mit Unterstützung von Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen sowie einer Künstlerin in einem kreativen Prozess unterschiedliche Formate, in denen sie ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen während der mehr als zwei Jahre andauernden Covid-Pandemie zum Ausdruck bringen. Bei einem Event mit Stakeholdern aus der Behindertenhilfe, Menschenrechtskontrolle, Politik und Verwaltung werden zum einen diese künstlerischen Ausdrucksformen präsentiert und zum anderen in einem anschließenden dialogischen Austausch gemeinsam reflektiert und diskutiert. Letztlich sollen die Ergebnisse dieses partizipativen Prozesses die Entwicklung eines inklusiven Krisenmonitorings fördern und unterstützen.

Download Poster: C_All : Enable all Voices

 

Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniMag. Sabine Mandl, Senior Researcherin
Kooperationspartner*innen Institut für das künstlerische Lehramt, Akademie der bildenden Künste Wien, Fachbereich Kunst- und Kulturpädagogik
Laufzeit2022-2023
Fördergeber/-schieneLudwig Boltzmann Gesellschaft: Patient-and-Public-Involvement-and-Engagement-Umsetzungsprogramm (PPIE)

 

 

 

Jugendgemeinde 2050 – (Digitale) Bildungsangebote in NÖ – Evaluierung und Pilotierung kommunaler Innovationen (Jugendgemeinde 2050)

Projektstudium

Im Fokus steht die Beratungsarbeit der Jugendinfo NÖ, die Themen der kommunalen Jugendpolitik in den NÖ Gemeinden seit 06/2012 systematisch unterstützt. Sobald Fragen zu bestehenden Bedürfnissen sowie möglichen (neuen) Projekten in Gemeinden in Erscheinung treten, tritt die NÖ Jugendinfo auf den Plan und arbeitet mit Expert*innen der kommunalen Jugendkultur (das sind Vereinsvorsitzende, Schullehrer*innen und -direktor*innen und informierte Freiwillige vor Ort) an den jeweiligen Themen sowie Vorstellungen und Ideen. Im Zuge der Pandemie wurden bestehende Methoden und Instrumente (bspw. die Erkenntnisse aus Befragung, Workshops, Interviews im Rahmen der „Jugendpartnergemeinde“ mit insgesamt 270 Gemeinden) systematisch erweitert. Applikationen zur (kontaktlosen) Kommunikation und Interaktion wurden erstellt, gleichermaßen wie neue Methoden des strukturierten Austauschs sowie Ideensammlung erprobt worden sind. Im Fokus standen dabei IKT-Plattformen sowie Informationsmanagementsysteme mit interaktiver sowie mit integrativer Funktion.

Details

Mit dem Projekt „Jugend 2050 - Digitale Bildungsangebote für Jugendgemeinderät*innen“ wird die bestehende Beratungsarbeit durch die Jugendinfo NÖ zum einen evaluierend erhoben und zum anderen wird auf die grundlegenden Vorstellungen Bedürfnissen von Jugendgemeinderät*innen Niederösterreichs selbst sowie auf jene der Jugendexpert*innen vor Ort eingegangen. Diese bilden auch die Zielgruppen dieser Evaluierung. Simultan zur Evaluierung werden mögliche digitale Tools (Artefakte, Plattformen) erkundet, die für die Befragten in Hinkunft interessant sein können; es werden Designs und Ideen zur weiteren Arbeit der Jugendarbeit in Design- und Zukunftsworkshops erkundet.

Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniUniv.-Prof. Dr. Manuela Brandstetter
Kooperationspartner*innen TU Wien
270 Gemeinden in Niederösterreich
Laufzeit2022
AuftraggeberNÖ Landesjugendreferat
Jugend:info NÖ

Mental eHealth & Telepsychiatry - Towards an „Integrated Healthcare Management (Tool)” and Telecouncil for distanced care (Mental eHealth)

Die Corona-Krise war und ist eine weltweite, für viele Personen aber vor allem eine höchstindividuelle Krise. Eine Covid-Erkrankung, aber auch die Umstände der Krise – Lockdown, Isolation, prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse, individuelle Ängste und mentale Last – rücken vermehrt die Frage nach kritischer psychosozialer Versorgungsleistung und -wirksamkeiten in den Fokus. Große Hoffnungen werden in eHealth- und mHealth-Lösungen gesetzt. Sogenannte „Mental Health Apps“ fluten die App-Stores. Fragen nach deren Funktionalität, der (therapeutisch-medizinischen) Effizienz, aber auch fehlende Standards und praxisorientierter Entwicklung im klinischen Setting, sprechen für akuten Handlungs- und Forschungsbedarf.

Details

Mit Blick auf differenzierte strukturelle Settings (etwa inpatient / outpatient) und der damit einhergehenden Frage nach Rolle und Potential (digitaler) Technologien, erforscht und entwickelt das Konsortium, entlang des effektiven Bedarfs, IKT-Anwendungen für „Mental Health“ in einem praxisnahen Setting, in Kooperation mit der Abteilung für Psychiatrie der Barmherzigen Brüder Eisenstadt. Im Kontext künftig anzustrebender Ausfalls- und Versorgungssicherheit psychiatrischer Leistungen im akuten Krisen- und Pandemiefall (Resilienz & Distancing), werden sowohl die Entwicklung des Anwendungsfelds IHM wie auch Telepsychiatrie (+ Telekonsil Psychiatrie) durch wissenschaftliche sowie soziokulturelle Erkenntnisse, insbesondere aus der Covid19-Krise, untermauert. Hier gilt es sichere und ethisch geprüfte digitale Instrumente zu entwickeln, die etwa psychiatrische Konsiliarleistungen für hochinfektiöse PatientInnen im Krisenfall ermöglichen.

Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniDipl.-Ing. Esther Blaimschein BSc
KooperationspartnerPrim. Dr. med. Florian Buchmayer (Barmherzige Brüder Eisenstadt, Abteilung für Psychiatrie)
FH Prof. Mag. Dr. Alexander Brunner (FH Campus Wien, Soziale Arbeit) 
FH Prof. DI Dr. Stefan Sauermann (FH Technikum Wien, Medical Engineering & eHealth)
a.o. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Gratz (Gratz & Partner OG)
Univ.-Prof. Dr.iur Dragana Damjanovic (TU Wien, FB Rechtswissenschaften)
a.o. Univ.-Prof. DI Dr. Peter Purgathofer (TU Wien, HCI Group)
Laufzeit2021-2022
Fördergeber/-schieneFFG, IKT der Zukunft Call 2020 „Resilience and Distancing“

CtS Projekt: Mental eHealth

Esther Blaimschein berichtet über ihr Projekt "Mental eHealth & Telepsychiatry".

Auswirkungen der Covid-19-Krise auf das Erleben von psychisch erkrankten Personen im Kombinationssetting von gruppen- und einzelpsychotherapeutischer Behandlung

Psychotherapie- und insbesondere Gruppentherapie- hat in der Krisenzeit der Covid-19-Pandemie essentielle Aufgaben im Hinblick auf soziale Inklusion, Ressourcenaktivierung und Förderung der Resilienz. Unklar ist bislang allerdings, ob die Anforderungen der sozialen Distanz Auswirkungen auf die Art und Weise haben, wie Patient*innen gruppentherapeutische Angebote annehmen. In Kooperation mit der pt-ambulanz und dam ÖAGG.

Details

In einer multimethodischen Studie wird die Veränderung des Belastungserlebens und der Symptomatik von Patient*innen, die sich in einer gruppenpsychotherapeutischen Behandlung mit begleitender Einzelpsychotherapie an der ÖAGG psychotherapeutischen Ambulanz (pta) befinden, retrospektiv mit einem Kurzfragebogen erfasst. Zudem werden qualitative, narrative Interviews geführt. Für ein Verständnis der psychosozialen Dynamik im therapeutischen Gruppenprozess werden Gruppendiskussionen einer fortlaufenden Intervisionsgruppe von behandelnden Gruppenpsychotherapeut*innen dokumentarisch und tiefenhermeneutisch ausgewertet. Dabei werden die spezifischen Herausforderungen und Möglichkeiten der Gruppenpsychotherapie in der Zeit der Covid-19-Krise untersucht.

Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniUniv.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski, Kooperationspartnerin
Kooperationspartner*innen Mag. Hannah Bischof (pta), Hon.-Prof. Dr. habil. Günter Dietrich (ÖAGG), Markus Hochgerner MSc MSc (ÖAGG), Mag. Vanja Poncioni-Rusnov (pta), Dr. Klaus Schulte (pta)
Laufzeit2020
Publikationen

Tagungsbeitrag (angenommen): „Psychotherapieforschung. Aktuelle Entwicklungen in Versorgung und Ausbildung.“ 3. Tagung der Koordinationsstelle Psychotherapieforschung (Gesundheit Österreich GmbH, Oktober 2020)

Publikation in der Zeitschrift des ÖAGG: Feedback

LinksInformation der psychotherapeutischen Ambulanz (pta)

Studiendokument beim Deutschen Register klinischer Studien (DRKS)

Pilotstudie „Eingangsphase in der ambulanten Gruppentherapie“

Die Pilotstudie widmet sich anhand von mehr als 1500 retrospektiven Falldaten aus der psychotherapeutischen Ambulanz des ÖAGG (PTA) der Eingangsphase in der Gruppenpsychotherapie. Ein vertieftes Verständnis für den Ausstieg von Patient*innen in dieser Phase des Psychotherapieprozesses ist sowohl für die settingspezifische Gestaltung der Therapie als auch für das psychotherapeutische Vorgehen in der therapeutischen Behandlung wichtig. Ziel der Studie ist eine erste Rekonstruktion von Umständen des Verlassens der Gruppe innerhalb der ersten 10 Sitzungen. Die Studie zeichnet sich durch eine multiparadigmatische und -methodische Herangehensweise aus, die sowohl die Perspektive der Patient*innen als auch die der Therapeut*innen beinhaltet. In Kooperation mit der pt-ambulanz und dam ÖAGG.

Details
Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniUniv.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski, Kooperationspartnerin
Kooperationspartner*innen Mag. Hannah Bischof (pta), Hon.-Prof. Dr. habil. Günter Dietrich (ÖAGG), Mag. Vanja Poncioni-Rusnov (pta), Assoc. Prof. Dr. Michael Wininger (BSU)
Laufzeit2020-2022
PublikationenTagungsbeitrag (angenommen): „Psychotherapieforschung. Aktuelle Entwicklungen in Versorgung und Ausbildung.“ 3. Tagung der Koordinationsstelle Psychotherapieforschung (Gesundheit Österreich GmbH, Oktober 2020)
LinksInformation der psychotherapeutischen Ambulanz (pta)

Studiendokument beim Deutschen Register klinischer Studien (DRKS)

Prospektive naturalistische Längsschnittstudie zur Wirksamkeit von Gruppenpsychotherapie an der ÖAGG psychotherapeutischen Ambulanz

Im aktuellen Stand der Psychotherapieforschung ist dokumentiert, dass die Gruppenpsychotherapie in ihrer Wirksamkeit zu der einzelpsychotherapeutischen Behandlung vergleichbare Effekte erzielt.  Die Forschungsfragen dieser Längsschnittstudie beschäftigen sich mit noch nicht hinreichend untersuchten Fragestellungen zur Gruppenpsychotherapie. Die Forschungsfragen richten sich auf die Messung der  allgemeinen Wirksamkeit der Behandlung, auf die Untersuchung der Wechselwirkungen von störungsspezifischen Krankheitsaspekten, sozioökonomischen Parametern der Patient*innen und auf methodenspezifische Variablen des Behandlungsprozesses. In Kooperation mit der pt-ambulanz und dam ÖAGG.

Details

Durch 68 zeitlich parallel geführte Gruppen an der pta mit jeweils ca. 10 Personen besteht ein geeigneter Rahmen für eine differenzierte naturalistische Wirksamkeitsforschung mit maximal vier Jahren Therapiedauer, gefolgt von einer katamnestischen Nachbefragung. Die Gruppen sind drei unterschiedlichen Grundströmungen (Clustern) der Psychotherapie zugeordnet - psychoanalytisch/psychodynamisch, humanistisch/existenziell und systemisch.

Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniUniv.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski, Kooperationspartnerin
Kooperationspartner*innen Mag. Vanja Poncioni-Rusnov (pta), Mag. Hannah Bischof (pta), Markus Hochgerner MSc MSc (ÖAGG), Hon.-Prof. Dr. habil. Günter Dietrich (ÖAGG)
Laufzeit2020
PublikationenTagungsbeitrag (angenommen): „Psychotherapieforschung. Aktuelle Entwicklungen in Versorgung und Ausbildung.“ 3. Tagung der Koordinationsstelle Psychotherapieforschung (Gesundheit Österreich GmbH, Oktober 2020)
PublikationenInformation der psychotherapeutischen Ambulanz (pta)

Studiendokument beim Deutschen Register klinischer Studien (DRKS)

Facilitating Encounter

Es wird der Frage nachgegangen, was gegenwärtig als internationaler State of the Art der personzentierten Leitung, genauer des Facilitating von Encountergruppen, definiert werden kann. Dazu wurden im Nachgang des „13th World Congress for Client Centered and Experiential Psychotherapy“ Personzentrierte Psychotherapeut*innen und Ausbilder*innen für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung eingeladen, ihre Arbeit als Facilitator von Encountergruppen darzustellen und in Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichen Diskurs zu reflektieren. Als Ergebnis gibt es drei Hefte des internationalen wissenschaftlichen Journals „Person-Centered & Experiential Psychotherapies“ zum Thema „Facilitating Encounter“. Ein Überblicksartikel ist in Arbeit.

Details
Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniUniv.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski, APG•IPS
Kooperationspartner*innen Dr. Gillian Proctor, Programme leader of the MA in Psychotherapy and Counselling, University of Leeds UK
Renata Fuchs, MAS, stellvertretende Ausbildungsleitung der fachspezifischen Ausbildung des APG•IPS (Institut für Personzentrierte Studien)
Laufzeit2019-2021
PublikationenHerausgabe von drei Schwerpunktheften der internationalen Zeitschrift Person-Centered & Experiential Psychotherapies zum Thema „Facilitating Encounter“ (18/3, 4 und 19/3):

Aglaja Przyborski, Gillian Proctor & Renata Fuchs (2020) Editorial for facilitating encounter special issue 3: personal, theoretical and empirical approaches, Person-Centered & Experiential Psychotherapies, DOI: 10.1080/14779757.2020.1790410
Gillian Proctor, Renata Fuchs & Aglaja Przyborski (2019b) Editorial: facilitating encounter in a training context, Person-Centered & Experiential Psychotherapies, 18:4, 309-310, DOI: 10.1080/14779757.2019.1694968 
Gillian Proctor, Renata Fuchs & Aglaja Przyborski (2019a) A core concept of PCA in the spotlight: facilitating encounter,Person-Centered & Experiential Psychotherapies,18:3, 195-201, DOI: 10.1080/14779757.2019.1650814

Bertha von Suttner: Wegweiserin einer neuen Universität (Suttnerforschung)

Um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert war Bertha von Suttner eine der berühmtesten Frauen der Welt. Heute sind ihre Denkweisen, ihre Prognosen und Utopien weitgehend in Vergessenheit geraten. Das historische Umfeld in der Zeit ihres Wirkens unterscheidet sich zwar deutlich von dem heutigen, eine Re-Lektüre ihrer Arbeiten kann aber ein interessantes Licht auf die heutige Zeit, ihre Probleme und Herausforderungen werfen. Eine erste, durch die Bertha von Suttner Privatuniversität angestellte Durchsicht (Pichler 2018, 2019a, 2019b) hat vielversprechende Forschungsfragen aufgetan. Im Zuge des hier beantragten Projektes werden die Grundlagen für eine kontinuierliche Beschäftigung der Suttneruni mit ihrer Namenspatronin gelegt.

Details

Ziel des Arbeitsprogrammes ist eine neue Kontextualisierung und Reflexion von Suttners Thesen auf der Grundlage aktueller sozialwissenschaftlicher Theorie und Praxis. Im Zuge einer aktiven wissenschaftlichen Revision werden diese produktiv für die Weiterentwicklung der Suttnerforschung genutzt. Dadurch soll Sutters Werk sowie das sozial-reformerische und utopische Potenzial ihrer Ansätze für die Gegenwart sichtbar gemacht werden. Dies ist besonders in Bezug auf Suttners sozialwissenschaftliches Interesse, ihr Bildungsverständnis, die Frauenfrage und ihre Strategien, Inhalte und Anliegen zu verbreiten, relevant. Die Bertha von Suttner Privatuniversität in St. Pölten ist die erste Universität im deutschsprachigen Raum, die den Namen einer Frau führt. Es ist der Suttneruni ein Anliegen, auf einer wissenschaftlichen Ebene die Auseinandersetzung mit dem Leben, Denken und Wirken ihrer Namenspatronin zu fördern. Das von der Forschungsstelle der Niederösterreichischen Landesregierung finanzierte Projekt dient einer intensiven Befassung mit dem Werk und Wirken der Bertha von Suttner, sowie dessen Rezeption durch die gegenwärtige Forschung und im historischen Kontext.

Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniDr. Adelheid Pichler
Laufzeit2020-2021
Publikationen2019a: A. Pichler. 2019a. “Nur wer die Fähigkeit zur Utopie hat, kann Impulse für die Zukunft setzen“(Bertha von Suttner)! Arbeitsbericht zum Stand der Suttnerforschung. Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten (Druck in Vorbereitung).
2019b: A.Pichler. 2019b. Auf den Spuren Bertha von Suttners in Georgien. Bericht zur Studienreise Juli 2019. Bertha von Suttner Privatuniversität, St. Pölten (1-11). (Druck in Vorbereitung).
2019c: 2020. Bertha von Suttner. Wegweiserin einer neuen Universität in St. Pölten. Vortragsmanuskript Bertha von Suttner Privatuniversität, im Festsaal der Fachhochschule in St. Pölten. (Druck in Vorbereitung).
2020: Datenbankeintrag Buxus Stiftung Fritz Bauer Forum. Zentrum für Menschenrechte. Hamburg (1-14) (Druck in Vorbereitung).

Belastungsindex im Stadtgebiet der Kinder- und Jugendhilfe (Belastungsindex)

 

Projektstudium

Im Zuge eines Projektstudiums wird die aktuelle Aufteilung von Zuständigkeitssprengel der Sozialarbeiter*innen der Stadt St. Pölten in den Blick genommen. Hintergrund ist ein Raumbegriff, der „das klassische Jugendamts-Rayon“ nicht als „Behälter“ denkt, sondern als Gefüge spezifischer aufeinander wirkender Raumindikatoren aber auch soziokultureller Prägungen (bspw. Raumbilder, Mythen, historisch gewachsene Charakteristika), in denen Fachkräfte der KJH als Mitglieder einer „lernenden Organisation“ agieren, um den Bedürfnissen der Bewohner*innen und den Erfordernissen des Raums in angemessener Weise Rechnung zu tragen.

Details

Den Prinzipien klassischer Sozialplanung sowie den jeweiligen soziokulturellen Kapitalien und Bedarfen verpflichtet erkundet diese Explorationsstudie die Fallverteilung, die Optionen einer Gemeinwesenorientierung, der Prävention, aber auch der optimierten Darstellung von fallunspezifischen Interventionen nach außen.

Nach einer Explorationsphase, die dem existierenden System (Belastungsindex, ...) gewidmet ist, liegt also auch ein besonderer Schwerpunkt auf dem Marketing der geleisteten Arbeit, ist doch aus dem Fachdiskurs bekannt, dass behördliche Soziale Arbeit ihre Gestaltungsaufgaben tendenziell im Verborgenen leistet. Good Practices (bspw. Reform der KJH in der Stadt Berlin 2015; Reform der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Weiz/des Bezirk Weiz 2019; Reform der Kinder- und Jugendhilfe in Graz 2015 u. a.) ziel(t)en darauf ab, die Sichtbarkeit der Kinder- und Jugendhilfe in der öffentlichen Wahrnehmung zu erhöhen. Das Wissen dieser Projekte wird im Zuge dieses Projektstudiums eingesetzt.
 

Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniUniv.-Prof. Dr. Manuela Brandstetter
Kooperationspartner*innen Kinder- und Jugendhilfe St. Pölten
Laufzeit09/2021-08/2022
Fördergeber/-schieneLand NÖ
 

Partizipative, rekonstruktive Wissenschaftsforschung zum Forschungsinformationssystem „Portfolio“

Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen müssen eine Vielzahl unterschiedlicher Forschungsdaten, -ergebnisse und -produkte archivieren sowie in zahlreichen Kontexten präsentieren und zur Verfügung stellen. Obwohl es sich dabei um hochstandardisierte Prozesse handelt, entwickelten viele Universitäten – in der Regel ohne kultur- und humanwissenschaftliche Reflexion – aufwendige, idiosynkratrische Lösungen oder wurden Kunden großer gewinnorientierter Konzerne. In der Regel fraglos werden dabei gesetzte Standards übernommen und entfalten hinter dem Rücken von den Akteur*innen große Wirkung.

Details

Das transdisziplinäre Projekt Portfolio macht die digitalen Ressourcen der Forschungsdokumentation, -archivierung und -präsentation, zusammengefasst als ‚Forschungsinformationssysteme‘ (FIS), die heute zur ‚kritischen Infrastruktur‘ universitärer Forschung zählen, zum Gegenstand: Mit einem höchst innovativen Projektdesgin wird ein Teil der „DNA“ des Wissenschaftssystems unter die Lupe genommen und weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen die Orientierung und Anliegen der Wissenschaftler*innen. Folgenden Fragen gehen wir dabei nach: Welche (unreflektierten) Ideologien bzw. Weltanschauungen spiegeln sich in der materiellen Struktur, Text und Bildsprache von FIS wieder? (Methode: Walkthrough). Welche Rolle nehmen FIS für Wissenschaftler*innen ein? Welche Orientierungen haben Wissenschaftler*innen im Zusammenhang mit FIS? Wie verhalten sich implizite Normen und Regeln von FIS zu impliziten und expliziten Handlungsorientierungen von Wissenschaftler*innen? (Teilnehmende Beobachtung und Gruppendiskussionsverfahren in der Tradition der Dokumentarischen Methode). Entsprechende Ergebnisse der empirischen Bemühungen fließen in die Gestaltung von Portfolio.

 

Leitung / Projektverantwortliche SuttneruniUniv.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski
Kooperationspartner*innen Sen.Sc. DI Dr.phil. Florian Bettel (Universität für angewandte Kunst Wien)
Moritz Meister, MSc (BSU) 
Akademie der bildenden Künste Wien 
Katholische Privat-Universität Linz
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Universität Mozarteum Salzburg
Laufzeit2021-2022
Fördergeber/-schieneAmt der NÖ Landesregierung – Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht – Abteilung Wissenschaft und Forschung
Linkshttps://portfolio-showroom.ac.at