Masterstudiengang / Universitätslehrgang

Inklusion und Transformation in Organisationen

Ausgehend von einem weiten Inklusionsverständnis müssen verschiedene Dimensionen von Diversität (i.e. Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft, Behinderung, sexuelle Orientierung oder Weltanschauungen) berücksichtigt werden. Transformation stellt im Gegensatz zu „Change“ eine Abkehr vom ­Optimieren bestehender Organisationen und Strukturen dar. Vielmehr geht es darum, Inklusion und nachhaltige resiliente Gemeinschaften als Zukunftsprojekte zu denken und zu gestalten.

Von Menschen in Führungsverantwortung wird verlangt, dass sie sowohl klassische Konzepte und Methoden des Sozialmanagements beherrschen als auch diese neu und kreativ denken und gestalten können. Der interdisziplinäre Studiengang richtet sich an Absolvent*innen unterschiedlicher sozial-, human-, erziehungs- und wirtschaftswissenschaftlicher Bachelor- oder Diplomstudien, die bereits eine begleitende, koordinierende oder leitende Funktion innehaben oder eine solche anstreben. Das Studium ist aber auch für QuereinsteigerInnen gedacht bzw. für Personen, die in ihrem Tätigkeitsfeld bislang das Thema Inklusion nur gestreift haben und hierbei entweder Synergien herstellen und/oder sich beruflich neu orientieren wollen. Besonders wichtig ist uns hierbei, dass sowohl die Studierendenschaft als auch die Lehrenden die Diversität des Feldes widerspiegeln. Das betrifft z.B. auch ganz explizit Menschen mit Behinderungserfahrung. 

Der Studiengang ist im deutschsprachigen Raum einzigartig und wird in zwei Studienvarianten angeboten.

AbschlussMaster of Arts / Akademische*r Expert*in
Dauer4 Semester
Blended LearningBerufsbegleitend
Plätze30 Studienplätze
StartWintersemester 2026/27
Noch Studienplätze frei
DownloadBarrierefrei aufbereiteter Folder


Informationen zur Bewerbung


 

Hier finden Sie einen Leitfaden zur Bewerbung sowie ausführliche Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen und zum Aufnahmeverfahren

Studienvarianten

Universitätslehrgang
Dauer4 Semester
AbschlussAkademische*r Expert*in für Inklusion und Transformation
ECTS60
Zeitaufwand

 
E-Learning: ein Großteil des Studiums erfolgt flexibel von zu Hause am eCampus
face-to-face: etwa 6 Präsenztage pro Semester vor Ort in St. Pölten – primär an Freitagen und Samstagen
Studiengebühr367€ monatlich oder 2.200€ pro Semester,
zzgl. ÖH-Beitrag


Der interdisziplinäre Universitätslehrgang richtet sich an Personen, die im sozialen Bereich tätig sind und bereits eine begleitende, koordinierende oder leitende Funktion innehaben oder eine solche anstreben.

Masterstudiengang
Dauer4 Semester
AbschlussMaster of Arts (MA)
ECTS120
Zeitaufwand

 
E-Learning: ein Großteil des Studiums erfolgt flexibel von zu Hause am eCampus
face-to-face: etwa 12 Präsenztage pro Semester vor Ort in St. Pölten – primär an Freitagen und Samstagen
Studiengebühr550€ monatlich oder 3.300€ pro Semester,
zzgl. ÖH-Beitrag


Der interdisziplinäre Studiengang richtet sich an Absolvent*innen unterschiedlicher sozial-, human-, erziehungs- und wirtschaftswissenschaftlicher Bachelor- oder Diplomstudien, die bereits eine begleitende, koordinierende oder leitende Funktion innehaben oder eine solche anstreben.

Studieninhalte

Das Studium befähigt dazu, Varianten inklusiver Zukünfte zu kreieren, Innovationsprozesse einzuleiten und dabei die notwendigen Bedingungen für gelingende Transformationen zu schaffen. Der Aufbau orientiert sich am Modell der „Drei Horizonte“.

Online-Infotermin

Lernen Sie das Team des Bereichs Pädagogik persönlich kennen. Studienprogrammleiter Dr. Oliver Koenig informiert Sie gerne unverbindlich und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Was sind die Vorteile des Studiums an der Privatuniversität?

  • Berufsfreundliche Studienorganisation (geblockte Präsenztermine, Blended Learning)
  • Individuelle Betreuung und Mentoring
  • Moderne Didaktik
  • Vielfältige Kooperationen mit Initiativen und dem künftigen Berufsfeld

Fragen?

Ich helfe Ihnen gerne weiter – individuell und persönlich.
Bernhard Beer MA
+43 676 847 22 88 12
Studienservice

Für studienorganisatorische Anliegen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des Studienservice zur Verfügung. 

Studienprogrammleitung und Lehrende

Leidenschaft und Expertise: Die Bertha von Suttner Privatuniversität vereint ein erfahrenes, interdisziplinäres Team von Lehrenden, die internationale Praxiserfahrung mit erstklassiger akademischer Qualifikation verbinden. Sie widmen sich mit ganzem Herzen ihrem Fach und geben ihr Wissen an Studierende weiter. Allen voran die Studienprogrammleitung und ihr Team, das wir hier persönlich vorstellen möchten.

Ask a student

Sie möchten einen persönlichen Einblick ins Studium Inklusion und Transformation in Organisationen bekommen? Valerie Sophie List kennt das Studium aus eigener Erfahrung und ist heute als wissenschaftliche Projektmitarbeiterin an der Suttneruni tätig. Gerne gibt sie ihre Erfahrungen und Tipps weiter. Schreiben Sie Ihre Fragen einfach per Mail,

Portrait Oliver Koenig


Inklusion ist überall dort gefragt, wo Ausgrenzung und Nicht-Teilhabe stattfinden. Studierende lernen Barrieren zu identifizieren und Menschen in für sie bedeutsamen Lebenswelten zu begleiten.

Erfahren Sie mehr über Studienprogrammleiter Univ.-Prof. Mag. Dr. Oliver Koenig im WordWrap.

Die Bewerbung für den Studiengang erfolgt ausschließlich online über das Bewerbungsportal.

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Karrierechancen

Absolvent*innen arbeiten in leitenden, projektbezogenen, koordinierenden und konzeptionierenden Funktionen in Bereichen, in denen sie Prozesse der inklusiven und partizipativen (Um-)Gestaltung von Systemen, Organisationen, Kommunen und Sozialräumen zur Ermöglichung von Teilhabe initiieren, begleiten und evaluieren. Dies sind z. B. Positionen in den Feldern:

  • Diversitymanagement, Inklusionbeauftragte*r bzw. Corporate Social Responsibility Specialist
  • Behindertenhilfe und psychosoziale Versorgung
  • Bildung: (Vor-)schulischer Bereich, berufliche Aus-, Weiter,- und Erwachsenenbildung
  • Pflege- und Gesundheitswesen
  • Leitung in Organisationen der Sozialen Arbeit
  • Transformation Management in Organisationen: Inklusion / Diversity und CSR Stellen in Unternehmen
  • Träger und Projekte kommunaler und öffentlicher Verwaltung
  • NPOs und internationale Medien- und Kulturinstitutionen
  • Forschungs-, Beratungs- und Entwicklungsorganisationen sowie internationale Entwicklungszusammenarbeit
Zugangsvoraussetzungen

Die Zulassung zum Universitätslehrgang Inklusion und Transformation in Organisationen (ITO) setzt den Abschluss

  1. eines abgeschlossenen österreichischen Hochschulstudiums
    oder ein nach Maßgabe ausländischer Studienvorschriften abgeschlossenes gleichwertiges Hochschulstudium
    oder eine Voraussetzung wie folgt, wenn damit eine gleichzuhaltende Qualifikation erreicht wird:
    allgemeine Universitätsreife und mindestens 3 Jahre lehrgangsrelevante Berufserfahrung 
    - bei fehlender allgemeiner Universitätsreife mindestens 8 Jahre lehrgangsrelevante Berufserfahrung voraus.
    Aus- und Weiterbildungszeiten können berücksichtigt werden. 
  2. die Kenntnis der deutschen Sprache, die mindestens dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entspricht.

     

Die Zulassung zu einem Masterstudium Transformatives Inklusionsmanagement setzt den Abschluss

  1. eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums
    oder eines fachlich in Frage kommenden Diplomstudiums
    oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung voraus.
  2. die Kenntnis der deutschen Sprache, die mindestens dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entspricht.

 

Wenn die Gleichwertigkeit grundsätzlich gegeben ist und nur einzelne Ergänzungen auf die volle Gleichwertigkeit fehlen, ist das Rektorat berechtigt, die Feststellung der Gleichwertigkeit mit der Auflage von Prüfungen zu verbinden, die während des jeweiligen Masterstudiums abzulegen sind. 

Hier finden Sie weitere hilfreiche Informationen:

Studieren ohne Matura

Auch ohne Matura können Sie an der Bertha von Suttner Privatuniversität studieren. Es werden dazu Zulassungsprüfungen für Studienwerber*innen ohne Matura angeboten. 

Anerkennung von Vorbildung

Sie haben bereits ein anderes Studium absolviert, Berufserfahrung gesammelt oder eine andere Aus- bzw. Weiterbildung abgeschlossen? Dann können Sie davon profitieren. Im Rahmen Ihres Bewerbungsprozesses prüfen wir – auf Antrag – individuell Ihre bisherigen Qualifikationen. Voraussetzung ist, dass Ihre Vorbildungen inhaltlich äquivalent zu den Lehrveranstaltungen unseres Studienprogramms sind. Nach positiver Beurteilung durch die Studienprogrammleitung werden Ihnen diese Lehrveranstaltungen anerkannt. Das bedeutet: Sie müssen die entsprechenden Inhalte nicht mehr absolvieren. Ein weiterer Vorteil: Ab einer Anerkennung von mehr als 20 Prozent der Semesterwochenstunden (SWS) Ihres Studienprogramms ist eine Reduktion der Studiengebühren möglich.

Ausführlichere Informationen zur Anerkennung beruflicher und außerberuflicher Qualifikationen finden Sie hier. Einen detaillierten Überblick über die Studieninhalte erhalten Sie in der Modulbeschreibung.

Finanzierung und Förderung

Um Ihr Studium an der Bertha von Suttner Privatuniversität leichter finanzieren zu können, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: staatliche und private Stipendien und Förderungen sowie Bildungskredite und Darlehen zu günstigen Konditionen. 

Termine

Ein großer Teil des Studiums findet via E-Learning flexibel von zu Hause aus statt. Etwa ein Präsenzblock pro Monat ist vor Ort am Campus St. Pölten. Die Termine finden primär an Freitagen und Samstagen statt und werden frühzeitig bekannt gegeben, dadurch ist das Studium mit Beruf, Familie und Freizeit gut vereinbar. 

Präsenztermine:
Semesterplan Master Wintersemester 2026
Semesterplan Universitätslehrgang Wintersemester 2026


Unikalender:
Einteilung des Studienjahrs

Leitfaden zur Online-Bewerbung

1. Registrierung für die Online-Bewerbung

Nach erfolgreicher Registrierung für die Online-Bewerbung erhalten Sie per Mail Ihre persönlichen Zugangsdaten. Damit können Sie Ihre Bewerbung starten. Sie können die Online-Bewerbung jederzeit unterbrechen und Daten zwischenspeichern.

2. Bewerbung ausfüllen und Dokumente hochladen

Für eine Online-Bewerbung halten Sie bitte nachfolgende Dokumente in elektronischer Form bereit:

  • tabellarischer Lebenslauf
  • Reisepass oder Personalausweis
  • Nachweis über den Abschluss eines facheinschlägigen (Bachelor-)Studiums oder
  • Nachweis über den Abschluss eines gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen Bildungseinrichtung

Sollte noch kein Abschlusszeugnis vorhanden sein, reichen Sie bitte das letztgültige Zeugnis ein und wählen Sie die Option wird nachgereicht

3. Bewerbung abschicken

Sobald Sie alle nötigen Informationen ausgefüllt und die erforderlichen Dokumente vollständig hochgeladen haben, können Sie die Bewerbung abschicken. Sie erhalten von uns ein Bestätigungsmail und können einen Aufnahmetermin auswählen. Bitte kontrollieren Sie auch Ihren Spam-Ordner.

Aufnahmeverfahren

Bewerber*innen, die die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, werden vor Abschluss des Ausbildungsvertrages zu einem persönlichen Beratungsgespräch mit der Studienprogrammleitung oder mit einer von der Studienprogrammleitung nominierten Vertretung eingeladen.

Das persönliche Gespräch dient vor allem zur Abklärung der gegenseitigen Erwartungen und der Machbarkeit des Studiums, verbunden mit der persönlichen (beruflichen) Situation der Bewerber*innen.

Nach Abschluss des Ausbildungsvertrags können die Studierenden mit dem nächsten angebotenen Modul einsteigen, sofern es nicht die Absolvierung anderer Module voraussetzt. Spätestens jedoch zu Beginn des folgenden Semesters können sie ihr Studium starten.

Portrait Valerie Sophie List
Wahrnehmung und Selbstwertgefühl bei Behinderung

Gerade im Kontext von Studium und Arbeit wird Behinderung primär als etwas Defizitäres und Negatives betrachtet. In anderen Bereichen hingegen sehe ich, dass Behinderung oft mit Paternalismus, Mitleid und Nächstenliebe in Verbindung gebracht werden. Es war eine neue Erfahrung für mich, an einem Ort zu sein, wo Behinderung weder als etwas ausschließlich Negatives noch Positives konnotiert sind, sondern einfach akzeptiert wird ...

Valerie Sophie List, MA
Alumna des Masterstudiums Transformation und Inklusion in Organisationen

Portrait Verena Baumgartner
Durch eine effektive Zusammenarbeit können Transformation und Inklusion vorangetrieben werden

Während meiner Ausbildung habe ich viele Veränderungen in meiner Organisation miterlebt, die auf den ersten Blick nicht unbedingt mit Inklusion und Transformation in Verbindung standen. Bei genauerer Betrachtung jedoch schon. Denn die wichtige Frage lautet: Wie gestalte ich Veränderungen so, dass sie letztendlich der Arbeit dienen? Ich habe gelernt, Veränderungen zu begleiten und Unsicherheiten auszuhalten, sowie unterstützende Umgebungen zu schaffen und Vertrauen aufzubauen ...

Verena Baumgartner
Alumna des ULG Transformation und Inklusion in Organisationen

Portrait Anna Pritz
Inklusion: Viele Fragen statt einfacher Antworten

Wir sind alle mit dem Bewusstsein gekommen, dass Inklusion - sei es bezogen auf Behinderungen, Migration, Gender usw. - komplex ist und es keine einfachen Antworten, sondern viele Fragen gibt. Als Gruppe von Studierenden und Lehrenden haben wir uns ein Feld erarbeitet, in dem Diversität nicht tabuisiert, sondern offen diskutiert werden konnte ...

Anna Pritz
Alumna des ULG Transformation und Inklusion in Organisationen

Spätestens seit der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ist viel von einem inklusiven Unterstützungssystems für Menschen mit Behinderung die Rede. Wie aber kann die Weiterentwicklung hin zu einem Inklusion ermöglichenden Systems gelingen?

Fokus > Behindertenarbeit

Tatsächlich ist dieser Umbau bis lang weniger konsequent vollzogen worden. Einzelne innovative Erweiterungen kennzeichnen dieses System in den letzten Jahren. Dennoch ist dieses Feld nach wie vor von einer Beharrlichkeit institutioneller Strukturen gekennzeichnet. Diese drückt sich unter anderem in einem nach wie vor stark an individuellen Defiziten orientierten Fördersystem sowie einem anhaltenden paternalistischen Denken aus. COVID hat die Anfälligkeit und Vulnerabilität des Unterstützungssystems selbst sowie die Notwendigkeit einer konsequenten De-Institutionalisierung deutlich gemacht. Damit Menschen nicht nur von einem System in das nächste verschoben werden, ist es notwendig, dass sämtliche Fragen der Weiterentwicklung dieses Feldes gemeinsam mit Menschen mit Behinderungserfahrungen bearbeitet werden. Die Weiterentwicklung hin zu an den individuellen Bedarfen von Menschen orientierten Unterstützungssystemen verlangt Innovationen und Musterwechsel an vielfältigen miteinander eng verwobenen Ebenen. Dies setzt nicht nur ein neues Wissen über alternative Formen der Begleitung und Unterstützung, sondern vor allem auch neue Formen des Lernens für Menschen aber auch für Organisationen voraus.

 

Inklusive Schulentwicklung ist mehr als nur die Integration bestimmter marginalisierter Gruppen. Wie kann man Schule neu gestalten, so dass sie sich an den Bedarfen und Begabungen aller orientiert?

Fokus > Bildungsbereich

An der Qualität von Schule, Bildung und Hochschulen ermisst sich die Zukunft unserer Gesellschaft. Inklusion im Bildungsbereich umzusetzen, verlangt natürlich auch die Veränderung der politischen Rahmenbedingungen. Genauso entscheidend ist aber auch die Fähigkeit, Systeme von innen heraus neu zu gestalten. Inklusive Schulentwicklung ist mehr als nur die Integration bestimmter marginalisierter Gruppen. Sie steht im Zentrum eines neuen Lernens, das sich an den Bedürfnissen und Begabungen ALLER orientiert. Wie gut es uns gelingen wird, die heranwachsende Generation zur Meisterung der vielfältigen Herausforderungen der Zukunft zu befähigen, wird auch davon abhängen, ob wir es schaffen, Schulen zu Orten eines neuen Miteinanders zu gestalten, an denen Menschen lernen, wie sie trotz oder wegen Unterschieden gut miteinander zusammenleben können.

Technische Entwicklungen versprechen neue Möglichkeiten in der Pflege, doch drohen die Gefahren einer weiteren Reduzierung des Themas Alters auf das Kompensieren verlorengeganger Fähigkeiten. Wie denken wir Systeme, die ein Altern in Würde, sowie das Aufrechterhalten von Beziehungen ermöglichen?

Fokus > Pflege

Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass nicht über die große Herausforderung gesprochen wird, die Zukunft der Pflege und Unterstützung von älteren Menschen auf neue Beine zu stellen. Mit diesem Thema geht die Frage einher – in was für einem System möchte ich selbst einmal unterstützt werden, sollte ich Pflege benötigen – folglich sind wir alle davon betroffen. Ebenso stellen sich Fragen nach der Ausgestaltung und Finanzierung innovativer Systeme, in welchen Menschen die Pflege benötigen nicht mehr einseitig auf ihre körperlichen Bedürfnisse reduziert werden. Auch hier hat die COVID-Pandemie eine Vielzahl an strukturellen Schwächen aufgezeigt. Technische Entwicklungen versprechen neue Möglichkeiten der Aktivierung und Versorgung. Allerdings droht auch hier die Gefahr doch das Thema Alter einseitig auf das Kompensieren verlorengegangener Fähigkeiten zu reduzieren. Wie müssten Systeme gestaltet sein, die ein Altern in Würde, die Fortführung bedeutsamer kultureller Praktiken sowie das Aufrechterhalten von Beziehungen ermöglichen, ohne weiter einseitig die Strukturen prekärer – meist weiblicher – Care Arbeit zu reproduzieren? All dies sind zentrale Zukunftsfragen, die es auch im Pflegekontext unter dem Leitmotiv der Inklusion weiter zu denken und zu gestalten gilt.

Inklusiv zu denken und zu handeln bedeutet in der Sozialen Arbeit wiederum keine Engführung auf einzelne Personengruppen. Wie schaffen wir es soziale Räume zu gestalten, die dem unterschiedlichen Bedarf der dort lebenden Menschen gerecht werden?

Fokus > Soziale Arbeit

Inklusion betrifft alle Menschen. Sie zielt vor allem auf eine Verbesserung der Teilhabe und Gestaltungsmöglichkeiten jener, die aufgrund des Zusammenspiels vieler Faktoren von Marginalisierung und Ausgrenzung betroffen sind. Ihnen droht der Verlust gesellschaftlich geteilter Lebensziele auf mehreren Ebenen. Soziale Arbeit ist historisch der in den Alltag und die Lebenswelten von Menschen hinein verlängerte Arm des Sozialstaats und des Versprechens sozialer Sicherheit: Niemand soll zurückgelassen werden; allen wird ein Mindestmaß gesellschaftlicher Existenz garantiert. Arbeitsfelder und Praxiskonzepte der Sozialen Arbeit reagieren häufig auf „soziale Probleme“ und schöpfen dabei ihr gestalterisches, transformatives Potential nicht aus. Inklusiv zu denken und zu handeln bedeutet hier, eine Engführung auf einzelne, aktuell als „problematisch“ oder problembeladene betrachtete Personen und Gruppen zu überschreiten und die Handlungsansätze visionär auszurichten.

Wie können Unternehmen den Zusammenhang zwischen der nach außen getragenen gesellschaftspolitischen Mission und der eigenen Ausrichtung und Unternehmenskultur nach innen herstellen?

Fokus > Social Entrepreneurship und Beratung

Eine neue Generation an Führungskräften versucht mittels innovativer Geschäfts- und Organisationsmodelle neue Problemlösungsansätze für soziale sowie ökologische Herausforderungen zu finden und zu gestalten. Viele sehen in Social Enterprises ein Bindeglied oder Missing Link zwischen dem Non-For-Profit- und dem Profit-Sektor, mit dem Potential, dass von ihnen Wirkungen in beide Felder ausstrahlen. Gerade für Social Enterprises stellen sich in besonderem Maße Fragen nach passenden Organisations- und Führungsmodellen. Mitarbeiter*innen und Führungskräfte in Social Enterprises sowie Personen, die ihre eigenen Ideen zur Gründung derartiger Unternehmen fundiert weiterentwickeln wollen, bietet der Studiengang ein vielseitiges Fundament in Theorie und Praxis zur Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Ideen und Innovationsvorhaben.